Einführung zum 0.7 %-Dossier
«0.7% – Es braucht nicht viel. Aber so viel braucht es», lautet der Slogan der Kampagne zur Erhöhung der Entwicklungshilfe, welche in der Schweiz von über sechzig Organisationen getragen wird.
Die Forderung, 0.7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für die öffentliche Entwicklungshilfe einzusetzen, beruht auf einer Resolution der UNO-Vollversammlung aus dem Jahre 1970. Die Richtgrösse gilt noch heute. Ihr nachgekommen sind bisher lediglich Dänemark, Luxemburg, Norwegen, Schweden und die Niederlande.
2002 bekräftigten die Geberländer an der UNO-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Monterrey, die 0.7-Prozent-Zielmarke anzustreben, und 2005 beschlossen die 15 alten EU-Länder, das Ziel bis 2015 zu erreichen. Im Rahmen der Millenniumskampagne der UNO beziehen sich verschiedene nationale Kampagnen auf die 0.7 Prozent. Damit sollen die Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) erreicht werden. Zu den MDG's hat sich die Staatengemeinschaft im Jahr 2000 verpflichtet um unter anderem bis 2015 Armut und Hunger zu halbieren. Auf die Halbzeit der MDGs am 7.7.2007 hin ermahnte der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon die Industrienationen, ihre Versprechen in Sachen Hilfe an arme Länder einzuhalten und dazu 0.7 Prozent des BNE einzusetzen. Also genau das, was auch die Schweizer Kampagne zugunsten der Millenniumsziele mit einer Petition an Bundesrat und Parlament fordert.
Die Dokumentationszentren von Alliance Sud begleiteten die Kampagne mit elektronischen Dossiers.


