Biodiversität
Die Uno hat 2010 zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt (Biodiversität) erklärt. Sie will damit auf den weltweiten Verlust der Biodiversität von Ökosystemen, Tieren und Pflanzen aufmerksam machen. Das Dokumentationszentrum von Alliance Sud hat wichtige Webseiten und elektronische Dokumente zum Thema herausgesucht. [abgeschlossen Dezember 2010]
Dieses Jahr gilt es auch zu überprüfen, wie die so genannten 2010-Ziele umgesetzt wurden. Sie bezwecken, die Verlustrate der Biodiversität signifikant zu reduzieren. Die Bilanz wird an der 10. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die biologische Vielfalt, CBD (Convention on Biological Diversity) gezogen, die im kommenden Oktober in Nagoya/Japan stattfindet.
Der Erhalt der Biodiversität ist ein Schlüssel für die Armutsbekämpfung und die Sicherung von Ernährung und Gesundheit weltweit. Für eine erste Auseinandersetzung mit dem UNO-Jahr der Biodiversität weist das Dokumentationszentrum auf einige grundlegende und begriffsklärende Webseiten hin sowie auf solche mit entwicklungspolitischem Fokus.
Biodiversitätsjahr 2010
- Über die Aktivitäten in der Schweiz zum Biodiversitätsjahr orientieren die Webseiten «Biodiversität ist Leben» und diejenige der Schweizerischen UNESCO-Kommission.
- Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat die Website zu den 2010-Zielen eingerichtet: Countdown2010 (Englisch).
- Website der UNO zum Biodiversitätsjahr: International year of biodiversity (Englisch).
- Website der Konferenz zur Biodiversitätskonvention in Nagoya: COP10–2010 (Englisch).
- Die Nachrichtenagentur IPS (Inter Press Service) bündelt auf einer Spezialseite die Berichte ihres weltweit tätigen KorrespondentInnen-Netzes: One planet – 1.4 million species (Englisch).
Begriffsklärung
- Begriffsklärung und eine Chronologie der CBD-Konferenzen bietet die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen im «Themenschwerpunkt Biodiversität».
- Hilfreich für den thematischen Einstieg sind die Zusammenfassungen wissenschaftlicher Berichte auf «Green Facts» (auch in Deutsch) und das Dossier der Deutschen Bundeszentrale für politische Bildung «Artenvielfalt».
- Als Einstiegshilfe versteht sich auch die Zusammenstellung der Bibliothek und Dokumentation von InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung): «Themendienst Biodiversität» (pdf, 11 S., 352 kB).
- Die neuesten verfügbaren Daten zum aktuellen Zustand der Biodiversität liefert: Die Lage der biologischen Vielfalt : 3. globaler Ausblick (pdf, 16 S., 868 kB). Dies ist die deutschsprachige Zusammenfassung von: Global Biodiversity Outlook 3 (Originalversion; pdf, 96 S., 14.1 MB).
- Das Sekretariat der Biodiversitätskonvention unterhält die CBD-Website (Englisch).
- Kompetenzzentrum für die Biodiversitätsforschung in der Schweiz ist das Forum Biodiversität.
Biodiversität und Entwicklung
- Die GTZ dokumentiert ein Fachgespräch zum Thema: «Geistige Eigentumsrechte in der Landwirtschaft – Bedeutung für Agrobiodiversität und Ernährungssicherung» (pdf, 28 S., 1.3 MB).
- Biodiversität ist ein Querschnittsthema der Entwicklungspolitik: «Mainstreaming beginnt zuhause», E+Z, Entwicklung und Zusammenarbeit, Nr. 1, Januar 2010.
- Die Ernährungssicherung ist der Fokus von Swissaid, so in einem speziellen «Dossier Biodiversität» (auf «Interportal»).
- Mit der Ausbeutung der Biodiversität in den Entwicklungsländern beschäftigen sich etwa die EvB (Erklärung von Bern).
- Das Forum Umwelt & Entwicklung und der Deutsche Naturschutzring betreuen die Informationsplattform «Biologische Vielfalt».
- Auf den Genderaspekt in der Biodiversitätspolitik fokussiert die Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit «Gender und Biodiversität».
- Den Entwicklungsbezug stellt naturgemäss auch das Entwicklungsprogramm der UNO (UNDP) her: Conservation and Sustainable Use of Biodiversity.


