Einführendes zur Green Economy
Die Debatte und Idee um ein ökologisches Wirtschaften – Green Economy – reicht bis in die Mitte der 1970er Jahre zurück. Seit gut drei Jahren ist sie nun neu entflammt. Dieses Kapitel bietet einleitend eine geschichtliche Einordnung, Impulse für ein ökologisches Wirtschaften sowie eine Begriffsklärung.
Ein Blick zurück
Der „Club of Rome“ formulierte 1968 erstmals „Grenzen des
Wachstums“. Die darin geäusserte Wachstumskritik führte 1992 in Rio de Janeiro auf dem Erdgipfel der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) zur Agenda 21 (pdf, 3.32 MB, 361 S.). Über 170 Staaten beschlossen erste Entwicklungs- und Umweltziele.
Mit der aktuellen Initative "Let's change the course" ruft der "Club of Rome" wiederum zur Mithilfe für eine nachhaltige Entwicklung auf.
Impulse für ein ökologisches Wirtschaften kurz dargestellt:
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Internationale Initiativen : Impulse für eine umweltgerechtere Weltwirtschaft, Umwelt, 2/2011, S. 38-40.
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Von der Sozialen zur Nachhaltigen Marktwirtschaft – ein neues Leitbild für das 21. Jahrhundert, Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF), Policy Paper 36, 2009 (pdf, 497 kB, 12 S.).
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Eine lesenswerte Einführung zu den verschiedenen Reformprozessen und Etappen rund um das ökologische Wirtschaften liefert die Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP): Internationale Umweltgovernance für das 21. Jahrhundert (pdf, 527 kB, 35 S.).
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Zu den Auslösern der Green Economy-Debatte zählen die Finanzkrise und der Klimawandel. Hintergrundtexte dazu bündeln die E-Dossiers des Dokumentationszentrums zu Finanz- und Wirtschaftskrise und Klimawandel.
Begriffsklärung
Für das ökologische Wirtschaften besteht bis anhin keine einheitliche Definition oder Strategie. International werden verschiedene Begriffe verwendet wie: Green Economy, Green Growth, Global Green New Deal, Grüne Ökologie, qualitatives Wachstum, nachhaltiges Wirtschaften oder auch Green Recovery.
Im Vorfeld des 2012 in Rio de Janeiro stattfinden Erdgipfels (Rio+20) zur globalen Nachhaltigkeit, unter dem Vorsitz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung (UNCSD), formulierte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) folgende Definition Green Economy:
„Green
Economy ist eine Wirtschaftsweise, die zu erhöhtem menschlichen
Wohlbefinden und mehr sozialer Gerechtigkeit führt, während sich
gleichzeitig Umweltrisiken und ökologische Knappheit deutlich
verringert“ (Towards a Green Economy, UNEP, 2011, S. 16).
Ökologisches Wirtschaften für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung ist eines der zentralen Themen der Konferenz.


