Agrotreibstoffe – Bilanzen und Potenziale bis 2050
Ist Energie aus Biomasse die beste Lösung, um auch künftig Mobilität zu ermöglichen und gleichzeitig das Klima zu schonen? Oder ist das Verbrennen von Agrarprodukten angesichts des Hungers in der Welt ein unhaltbarer Skandal?
Ein Gutachten, das die Friedrich-Ebert-Stiftung bestellte, soll dazu beitragen, die Debatte rund um die Agrotreibstoffe zu versachlichen. Es liefert einen Überblick über den derzeitigen Wissensstand zu Agrotreibstoffen aus ökonomischer, ökologischer, sozialer und entwicklungspolitischer Sicht. Vor dem Hintergrund eines wachsenden Nahrungsmittelbedarfs diskutiert der beauftragte Gutachter Hans-Peter Piorr drei mögliche Szenarien der Produktion und Nutzung von Agrotreibstoffen.
Interessant erscheint die These, wonach in grösserem Ausmass eingesetze Agrotreibstoffe ein Übergangsphänomen sind. Laut Piorr wird selbst bei einem sich verlangsamenden Bevölkerungswachstum in wenigen Jahrzehnten der Punkt erreicht sein, wo die globalen Anbauflächen der Nahrungsmittelerzeugung vorzubehalten sind.
Biokraftstoffe – Lösung, Problem oder nur Teil der Landschaft? (pdf, 43 S., 290 kB)


