Arbeitsrechte im Abseits
In den 90er-Jahren schockierten Berichte über Kinderarbeit in der Sportartikelindustrie Südasiens, speziell in der Fussballproduktion. Wie steht es heute um die Arbeitsbedingungen in den vier wichtigsten Fussbälle produzierenden Ländern Pakistan, Indien, China und Thailand?
Eine auf die Fussball-WM 2010 hin publizierte Studie des International Labor Rights Forum, ILRF, zeigt auf, dass in der Fussballproduktion Kinderarbeit, missbräuchliche Löhne, befristete Arbeitsverhältnisse und Heimarbeit weiterhin an der Tagesordnung sind. Als besonders gravierend wird die Situation der heimarbeitenden Frauen bezeichnet, die bei Schwangerschaft immer auch Gefahr laufen, die Arbeit zu verlieren.
Der zweite Teil der Studie ist verschiedenen Initiativen der Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) gewidmet. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Unternehmen, die nicht im medialen Fokus stehen. Entsprechend ist CSR für sie kaum ein Thema.
Die Studie herunterladen: Missed the Goal for Workers: the Reality of Soccer Ball Stitchers in Pakistan, India, China and Thailand (pdf, 40 S., 668 kB)
Wer das ILRF im Kampf um existenzsichernde Löhne und die Festanstellung für Fussball-NäherInnen unterstützen will, schickt eine E-Mail an Sepp Blatter, FIFA-Präsident.


