Iranischer Comicblog als Zeitgeschichte
Einen Einblick in den politischen Alltag des heutigen Iran gibt der Online-Comic «Zahra's Paradise».
«Zahra's Paradise» wird von einem iranischen Journalisten geschrieben, ein Araber zeichnet die Bilder und ein jüdischer Verleger publiziert den Comicroman online. Das interkulturelle Gemeinschaftswerk erscheint unterdessen in zehn Sprachen (von arabisch bis englisch, von französisch bis koreanisch, bald auch auf deutsch) und wird in über 140 Ländern gelesen und kommentiert.
Der Titel bezieht sich auf den grössten Friedhof Teherans, wo viele Opfer der Staatsgewalt verscharrt sind, aber auch die Hauptfigur heisst so: Zahra sucht - wie so viele andere Mütter auch - ihren Sohn, der seit den grossen Strassenschlachten zwischen Regimekritikern und den staatlichen Sicherheitskräften, verschwunden ist. Tag für Tag findet sie mehr Facetten aus dem gewaltgeprägten Alltag unter dem iranischen Regime.
Eine zeichnerisch und inhaltlich mitreissende Hommage an alle, die nicht schweigen wollen.


