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PRS Monitoring in Nicaragua

Veröffentlicht am: 17. 06. 2006

Civil Society's Perspective on Their Involvement in PRSP Monitoring: Assessing Constraints and Potentials in Nicaragua (2006)

Die Analyse basiert weitgehend auf Informationen von RepräsentantInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen in Nicaragua. Das methodische Instrument, die so genannte 'CSO Participation Matrix', wurde von Alliance Sud entwickelt und in einer ersten Version bereits in Ghana angewandt. Mit Hilfe des Instruments wurden die Informationen strukturiert, zentrale Lücken und bestehende Potenziale identifiziert und Herausforderungen der zivilgesellschaftlichen Beteiligung im Monitoringprozess formuliert. Das Analyseinstrument soll dazu dienen, die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen im 'multi-stakeholder' Dialog zu PRS-Monitoring zu stärken. Die Studie enthält auch Empfehlungen zu Aktivitätsfeldern, die geeignet sind, den Einbezug der Zivilgesellschaft im Monitoringprozess zu verbessern. Die wichtigsten Schlussfolgerungen sind:

Grundlegende Voraussetzungen für eine bedeutende Rolle der zivilgesellschaftlichen Organisationen im PRS-Monitoring sind nicht gegeben. Daher braucht es eine längerfristige Perspektive, um deren Beteiligung in nationalen Monitoringprozessen zu stärken.

Eine Wertschätzung der Zivilgesellschaft als zentrale Akteurin im PRS-Monitoring und eine Anerkennung des potentiellen Mehrwerts ihres Einbezugs wird bei der Regierung nicht gesehen. Es wird daher empfohlen, die Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen zu stärken, strategische Partnerschaften zu entwickeln und ihre Kapazitäten zur Überführung von Forschungserkenntnissen in politische Aktivitäten zu verbessern.

Das grösste Potenzial der zivilgesellschaftlichen Organisationen in Nicaragua findet sich auf der lokalen Ebene. Daher sollten sich Anstrengungen zur Unterstützung der Zivilgesellschaft auf die Bewusstseinsbildung und Befähigung (empowerment) der lokalen Bevölkerung konzentrieren, um dieser zu ermöglichen, von Staatsfunktionären Rechenschaft einzufordern.

Die Geber sollten die Aufteilung ihrer finanziellen Unterstützung zwischen Regierung und Zivilgesellschaft überdenken, ihre Koordination verbessern und eine Verlagerung von projektbezogener Finanzierung zu allgemeinen Beiträgen vornehmen. Der kürzlich von einer Gebergruppe eingerichtete Fond zur koordinierten Unterstützung der Zivilgesellschaft weist in die richtige Richtung.

Die Studie ist in Englisch (pdf, 331 kB) und Spanisch (pdf, 377 kb) verfügbar.

 

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