Wenig Wille zur Verbesserung der Wirksamkeit der Hilfe
Vortrag von Peter Niggli, Geschäftsleiter Alliance Sud, im Hinblick auf die Konferenz von Accra (September 2008) zur Verbesserung der Wirksamkeit von Hilfe.
Die Geberregierungen der OECD haben in den letzten zehn Jahren verschiedentlich versprochen, ihre Entwicklungszusammenarbeit so zu reformieren, dass sie tatsächlich das Los der Armen verbessert. Ein paar Fortschritte sind erzielt worden, wichtige Probleme harren aber weiterhin einer Lösung. Eine internationale Konferenz zum Problem von Anfang September droht nach Ansicht zivilgesellschaftlicher Organisationen eher den Stillstand zu sanktionieren, als weitere Verbesserungen zu erzielen. Insbesondere konnten sich die Geberländer nicht darauf einigen, ihre fragwürdigsten Praktiken bei der Entwicklungszusammenarbeit zu beheben.
Folgende fünf strittigen Punkte bei der Vorbereitung der Konferenz werden im Vortag behandelt:
1. Eigenverantwortung funktioniert nicht bei Einmischung von aussen
2. Eigenverantwortung verlangt Partizipation und Demokratie
3. Die Beschaffung von Hilfsleistungen sollte den Empfängerländern nützen
4. Der Eigennutz der Geber schadet der Wirksamkeit der Hilfe
5. Die Geber können sich nur schlecht selber kontrollieren.
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