CH-Entwicklungshilfe 2008
Die schweizerische Entwicklungshilfe ist 2008 angewachsen - dank den Ausgaben für Aslysuchende in der Schweiz.
Die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz ist 2008 um 189 Millionen auf 2,2 Milliarden Franken gestiegen. Die Erhöhung geht in erster Linie auf die Kosten für Asylsuchende aus Entwicklungsländern (plus 100 Mio. Fr.) und die bilaterale Entschuldung (plus 37 Mio. Fr. zu) zurück. Insgesamt machten die Asylkosten 13 Prozent (283 Mio. Fr.) und die Schuldenerlasse 5 Prozent (107 Mio. Fr.) der gesamten Hilfe aus. Gemessen am Bruttonationaleinkommen (BNE), das wegen der Finanzkrise leicht sank, erreichte die Schweiz 0,41 Prozent (2007: 0,37%). Werden die Ausgaben für Asyl und Entschuldung abgezogen, die keine Entwicklungshilfe sind, sind es noch 0.34 Prozent (2007: 0.32%). Als Entwicklungszusammenarbeit angerechnet werden zudem die Kosten des Verteidigungsdepartements VBS für seine Einsätze im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina (36 Mio. Fr.).
Hausse vor dem Absturz?
In der Rangliste aller 22 OECD-Länder liegt die Schweiz mit ihren 0,41 Prozent BNE auf Rang 12 (2007: 13). Die OECD-Hilfe erreichte im letzten Jahr mit knapp 120 Milliarden USD eine Rekordhöhe. Aber noch immer geben nur fünf Länder mehr als 0,7 Prozent BNE aus (Schweden 0,98%, Luxemburg 0,92%, Norwegen 0,88%, Dänemark 0,82%, Holland 0,80%), Das Schlusslicht bilden wie üblich die USA und Japan (0,18%) sowie Italien (0,20). Angesichts der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise könnte auch die Entwicklungshilfe 2009 abstürzen.
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OECD-Entwicklungszusammenarbeit 2008

