Tagung: Millenniumsziele brauchen neue Impulse
Im September 2010 bilanziert ein Uno-Gipfel zehn Jahre Millenniumsziele und diskutiert ein Aktionsprogramm, um sie bis 2015 möglichst weitgehend erreichen zu können. Im Hinblick darauf organisieren Alliance Sud und Amnesty International am 22. Juni eine öffentliche Tagung mit Gästen aus der Schweiz und dem Ausland.
Die Uno-Millenniumsziele (MDGs) wollen bis 2015 die schlimmste Armut und den Hunger halbieren, den Zugang zu Bildung und Gesundheit massiv verbessern und die Gleichstellung der Geschlechter verwirklichen. Im September bilanziert ein Uno-Gipfel in New York die bisherige Umsetzung und diskutiert einen Aktionsplan, um die Ziele bis 2015 möglichst weitgehend zu erreichen.
Angesichts der Bedeutung der Millenniumsziele im Kampf gegen die Armut und vor dem Hintergrund der Klima-, der Ernährungs- und der Finanz- und Wirtschaftskrise kommt diesem Gipfel eine wichtige Bedeutung zu: Die Zeit wird knapp und die MDGs brauchen dringend neue Schubkraft.
An der Tagung von Alliance Sud und Amnesty International diskutieren Fachleute aus dem In- und Ausland Stärken und Schwächen des MDG-Konzepts und seiner Umsetzung. Sie bilanzieren die Performance der Schweiz und präsentieren Vorschläge, wie den Zielen neue Schubkraft zu verleihen wäre und was der Beitrag der Schweiz sein könnte. Gleichzeitig wagen sie einen ersten Ausblick über das MDG-Zieljahr 2015 hinaus.
Datum: Dienstag, 22. Juni 2010, 9.45 bis 15.30 Uhr
Ort: Kultur-Casino,
Herrengasse 25, 3011 Bern, Burgerratssaal*
* ab Bahnhof Bern Tram Nr. 3 oder 5 bis Haltestelle Zytglogge (2 Stationen)
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Programm
9.45 Uhr: Begrüssung: Caroline Morel, Vizepräsidentin Alliance Sud, Geschäftsleiterin Swissaid
10.05 Uhr: Ten years after: Wo stehen wir bei der Umsetzung der MDGs? Wo klemmt‘s? Natalia Cardona, Advocacy Coordinator Social Watch, New York
10.30 Uhr: Armut ist nicht Schicksal – Millenniumsziele und
Menschenrechte
Meghna Abraham, Head of the Economic, Social and
Cultural Rights Team, Amnesty International, London
10.50 Uhr: Kaffeepause
11.20 Uhr: Panel - Erwartungen an die Uno-Konferenz MDG+10 und ein erster Blick über 2015 hinaus. Teilnehmerinnen: Natalia Cardona (Social Watch), Joséphine Ouedraogo (Enda), Megna Abrahams (Amnesty International
12.30 Uhr: Mittagspause (Stehlunch)
13.30 Uhr: Rückblick und Ausblick: Die Sicht der Schweiz. Edita Vokral, Vizedirektorin Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), Leiterin des Bereichs Regionale Zusammenarbeit
13.50 Uhr: Zehn Jahre MDGs – und nun? Peter Niggli, Geschäftsleiter Alliance Sud / Arbeitsgemeinschaft Swissaid, Fastenopfer, Brot für alle, Helvetas, Caritas und Heks
14.10 Uhr: Panel - Die MDG-Politik der Schweiz und Perspektiven nach 2015 TeilnehmerInnen: Beatrice Maser (Staatssekretariat für Wirtschaft, Leiterin Bereich Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Edita Vokral (Deza, Vizedirektorin, Leiterin Bereich Regionale Zusammenarbeit), Thomas Greminger, (EDA, Chef Politische Abteilung IV Menschliche Sicherheit), Peter Niggli (Geschäftsleiter Alliance Sud), mit Einbezug der ausländischen Referentinnen und des Publikums
15.15 Uhr: Schlusswort: Daniel Bolomey, Generalsekretär Amnesty International, Schweizer Sektion
15.30 Uhr: Schluss der Tagung
Tagungssprachen: De/Fr/En (simultan übersetzt)
Moderation: Michèle Laubscher, Alliance Sud
Biografische Angaben zu den RednerInnen (pdf, 22kB)

