Gegen Exportsubventionen für Milchprodukte
Seit dem 1. Oktober müssen alle Milchproduzentinnen und Milchproduzenten eine Abgabe von 1 Rappen pro Kilo vermarkteter Milch bezahlen. Die Abgabe wird dazu verwendet, überschüssige Milchfette und Milchpulver zu exportieren. Alliance Sud, Uniterre und European Milk Board haben gegen diese Exportsubventionen protestiert.
Mit den 34 Millionen Franken, die über die Abgabe eingenommen werden, sollen die Lagerbestände von Crémo, Hochdorf oder Emmi exportiert werden. In den Absatzländern führt dies zu Dumpingpreisen, unter dem die lokalen ProduzentInnen leiden. Isolda Agazzi, bei Alliance Sud für das Dossier Handel verantwortlich, kommentiert: „Exportsubventionen für landwirtschaftliche Produkte sind für die lokalen ProduzentInnen im Süden verheerend“. Bereits 2005 sprach sich deshalb auch die WTO-Ministerkonferenz in Hongkong für die Abschaffung dieser Subventionen aus.
Kontakt: Isolda Agazzi, Alliance Sud
Medienmitteilung (pdf, 630kB)

