Hongkong: Für eine echte WTO-Entwicklungsrunde
Eine Woche vor Beginn der WTO-Ministerkonferenz in Hongkong fordert die „Schweizer Koordination Gerechter Welthandel“ den Bundesrat auf, sich für eine Neuausrichtung der laufenden Verhandlungsrunde einzusetzen. Dazu müsse die Schweiz ihre übertriebenen Liberalisierungsforderungen bei den Industrie- und Dienstleistungsmärkten aufgeben, weil diese den armen Ländern mehr Schaden als Nutzen brächten. - Medienmitteilung vom 5.Dezember 2005
Die laufende WTO-Verhandlungsrunde sollte ursprünglich die Benachteiligung der Entwicklungsländer im Welthandel beheben. Heute verlangen die Industrieländer aber für Konzessionen im Agrarbereich von den Entwicklungsländern einen derart hohen Preis, dass ihre Benachteiligung im Welthandel fortgeschrieben würde. Nur die Rückbesinnung auf den ursprünglichen Zweck der Verhandlungsrunde werde die gegenwärtigen Blockaden überwinden können, sagten SprecherInnen der Koordination in Bern.
In der „Schweizer Koordination Gerechter Welthandel“ sind Gewerkschaften, Bauernverbände, Hilfswerke, KonsumentInnen- und Umweltorganisationen zusammengeschlossen.
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