Der Süden finanziert den Norden
Entwicklungshilfe sei ein Fass ohne Boden, behaupten Kritiker. Milliarden von Dollar flössen in arme Länder, ohne dass dort die Armut beseitigt werde. Dabei «übersehen» sie geflissentlich, dass nicht nur Geld vom Norden in den Süden fliesst, sondern auch in umgekehrter Richtung. Und zwar mehr.

Der Ökonom Bruno Gurtner, der bei Alliance Sud für das Dossier Internationale Finanzen verantwortlich zeichnet, analysiert die Finanztransfers von Nord nach Süd undumgekehrt. Sein Fazit: Entwicklungs- und Schwellenländer sind Nettokapital-Exporteure. Bruno Gurtner hat den Artikel für das «Schweizerische Jahrbuch für Entwicklungspolitik» (Band 26/2007, Nr. 2) verfasst.
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