Weltsozialforum 2011 in Dakar
Vom 6. bis zum 11. Februar diskutieren in Dakar Zehntausende am Weltsozialforum über aktuelle Themen und gemeinsame Aktivitäten. Aus der Schweiz nehmen über 55 Persönlichkeiten aus Politik, Gewerkschaften, NGOs und Medien am wichtigsten Treffen der globalisierungskritischen Bewegungen teil. Alliance Sud koordiniert zusammen mit E-Changer die Schweizer Delegation.
Nach Nairobi (2007) findet das Weltsozialforum - das "alternative Davos" - zum zweiten Mal in Afrika statt. Senegalesische Bewegungen und Nichtregierungsorganisationen laden in das "Land ohne Wiederkehr" ein: Von der Insel Gorée vor Dakar aus wurden einst Hunderttausende von Sklaven in die Neue Welt verschleppt. Heute versuchen viele Menschen aus Westafrika, mit einer gefährlichen Fahrt über das Meer oder durch die Wüste der Armut zu entrinnen.
Migration, Land grabbing, Krise
Das Thema Migration wird am Weltsozialforum weit oben auf der Agenda stehen. Aber auch Probleme wie Hunger, Klimawandel, Finanz- und Wirtschaftskrise und das Land grabbing (die Aneignung von riesigen fruchtbaren Anbauflächen durch fremde Länder und Konzerne) werden prominent behandelt werden.
Aus der Schweiz reisen über 55 Personen gemeinsam nach Dakar – so viele wie noch nie. Darunter befinden sich sechs eidgenössische ParlamentarierInnen (Maya Graf, Margareta Kiener Nellen, Ueli Leuenberger, Luc Recordon, Jean-Claude Rennwald, Christian van Singer), Medienschaffende sowie VetreterInnen von Gewerkschaften und NGOs (darunter die DirektorInnen von Alliance Sud, Brot für alle, Bethlehem Mission Immensee und Amnesty International).
Vor dem Forum wird die Gruppe mit senegalesischen Persönlichkeiten über die aktuelle Lage im Land diskutieren. So stehen Treffen mit VertreterInnen der wichtigsten Oppositionspartei, von Gewerkschaften und der Fischer (die Fanggebiete vor der senegalesischen Küste sind dank eines Handelsabkommens mit der EU beinahe leergefischt) auf dem Programm.
Zudem besucht die Delegation Regionen, in denen die Alliance Sud-Trägerorganisationen Fastenopfer und HEKS Unterstützungsarbeit leisten. Dabei geht es um die Sicherung einer ausreichenden Ernährung, die Förderung einer ökologischen Landwirtschaft und die Stärkung der kleinbäuerlichen Organisationen im Kampf gegen Wucherzinse und Bodenspekulation.
Weitere Informationen: Pepo Hofstetter, Tel. +221 773 97 87 72
Weitere Beiträge:
> Workshops zu Entwicklungshilfe und Welthandel
> Tagebuchnotizen aus Dakar
> Dossier Weltsozialforum
Website des Weltsozialforums>

