Freihandel… / Anja Lenkeit... [et al.]

Artikel
Verlag
Bonn : ILA, 2017
Bibliotheksstandort
Bern, Bibliothek
Signatur
Z/ila
Was ist eigentlich «frei« am Freihandel? So wie der Welthandel heutzutage funktioniert und organisiert ist, produziert er Armut, sowohl im Norden wie im Süden. Vor allem dient der Freihandel dazu, Konzerne von Auflagen und Pflichten zu befreien. Dank der starken Proteste und Bündnisse gegen TTIP und CETA in den letzten Jahren ist einer breiten Mehrheit bewusst geworden, wie sehr Freihandel unser Leben und unseren Alltag bestimmt – nicht weil wir alle irgendwann Chlorhühnchen essen müssen, sondern wegen ganz grundlegender Fragen der Daseinsvorsorge, die den Konzerninteressen untergeordnet werden. In Lateinamerika ist das Thema „Freihandelsabkommen“ schon seit gut 20 Jahren ein Dauerbrenner. Immer wieder kommt es zu mächtigen Gegenbewegungen, weil zum Beispiel landwirtschaftliche Betriebe nicht mehr gegen Lebensmittelimporte aus dem Norden bestehen können und somit die lokale Landwirtschaft zerstört wird. Spätestens seitdem Donald Trump in den USA verkündet hat, in Sachen Freihandel alles anders machen zu wollen, ist weltweit einiges in Bewegung geraten. (Auszug Editorial)