Wie Entwicklung messen?

E-Dossier
Als klassische Messgrösse für den Entwicklungsgrad einer Nation gilt das Bruttoinlandprodukt BIP. Egal aus welchen Gründen die Kennzahl wächst, wird daraus häufig Wohlstand und Fortschritt abgeleitet. Dieser Ansatz ist nicht unbestritten.

Warum taugt die ökonomische Grösse des Bruttoinlandprodukts BIP allein nicht, um Entwicklung und Wohlstand sinnvoll zu messen? Dieses E-Dossier liefert mögliche Antworten aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigt alternative Messgrössen auf. Auch der ökologische Fussabdruck, Gesundheit oder Glück werden, um nur einige Faktoren zu nennen, von verschiedenen Messmethoden berücksichtigt.

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Ist das BIP die richtige Messmethode für Wohlstand?

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Das Bundesamt für Statistik liefert eine Erklärung des Bruttoinlandprodukts BIP als Indikator der Wirtschaftstätigkeit der Länder.

Die Bundeszentrale für politische Bildung bpb stellt ein interaktives Tool zur Verfügung, mit dem Zahlen und Fakten zum Bruttoinlandprodukt im weltweiten Vergleich veranschaulicht werden können. Dies ist möglich für die Verteilung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und für die Verteilung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Zur Messung von Wohlstand und Fortschritt sind mittlerweile sehr viele Indikatoren bekannt. Hier sind einige Messgrössen aufgelistet, die das BIP verfeinern, ergänzen oder ganz andere Ansätze haben.

Die sozio-ökonomischen Faktoren Bildung, Gesundheit und Einkommen berücksichtigt die UNO seit 1990 mit dem Human Development Index HDI. Der HDI wurde 2010 erweitert um den Multidimensional Poverty Index MPI (United Nations Development Programme UNDP).

Die OECD (Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit) misst seit 2011 Wohlergehen und Fortschritt mit der: Better Life Initiative. Ein interaktives Tool ermöglicht es, mit den Daten des Better Life Index zu spielen, in dem die Faktoren wie Bildung, Work-Life Balance oder Gesundheit selber gewichtet werden können: Create Your Better Life Index

Das EU-Parlament, der Club of Rome, die OECD und der WWF lancierten eine Initiative, um Indikatoren zu entwickeln, die so ansprechend sein sollen wie das BIP, aber die sozialen und ökologischen Faktoren stärker einbeziehen: Beyond GDP

Subjektive Faktoren des Wohlbefindens berücksichtigt als bekanntes Beispiel das Land Bhutan, das 1979 eine neue Kennzahl für nationales Wohlergehen einführte: Gross National Happiness (Website des Centre for Bhutan Studies)

Im Auftrag der Vereinten Nationen veröffentlichte Jeffrey Sachs 2012 erstmals einen Glücks-Index: World Happiness Report, der anhand verschiedener Faktoren, inklusive Bruttoinlandprodukt und subjektiven Wahrnehmungen, Glück und Wohlergegen der Menschen in 156 Ländern misst.

Der britische Think Tank New Economics Foundation etablierte 2006 einen Index, der Lebenszufriedenheit und den Ressourcenverbrauch einrechnet, den: Happy Planet Index.

Die Schweiz misst anhand von rund 80 Indikatoren die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte ihrer nachhaltigen Entwicklung. Dies mit dem Indikatorensystem MONET

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