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7 von 10 Jugendlichen wollen mehr globale Themen

Veröffentlicht am: 14. 12. 2010

Hunger, Armut, Klimawandel – Jugendliche wollen im Unterricht mehr über diese aktuellen globalen Herausforderungen erfahren. Das zeigt eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Isopublic, das eine breite Allianz von Jugend-, Umwelt-, Gesundheits- und Entwicklungs- organisationen, darunter Alliance Sud, in Auftrag gab. Die NGOs fordern jetzt eine Anpassung des Lehrplans.

72 Prozent der 508 befragten 14- bis 18-jährigen möchten, dass ihnen mehr Wissen über globale Probleme vermittelt wird. Als grösste Herausforderungen der Zukunft betrachten sie  den Mangel an Nahrung und Trinkwasser, die Armut, den Klimawandel, die Umweltzerstörung und die Verknappung der Rohstoffe.  42 Prozent der befragten Jugendlichen glauben dabei, dass die Menschen diese Probleme lösen können.  84 Prozent wären zudem bereit, sich in der Freizeit zu engagieren - wenn sie wüssten, wie sie sich beteiligen könnten.

Ausgehend von diesen Resultaten will die Allianz der NGOs nun Druck auf die Bildungspolitiker ausüben. Sie sollen im Lehrplan 21, der derzeit von den Erziehungsdirektorenkonferenz erarbeitet wird, mehr globale Fragen integrieren. „Sie müssen die Meinung der Jugendlichen Ernst nehmen und sollten nicht über den Kopf der Kinder und Jugendlichen hinweg die Lernpläne schmieden“, sagt Ueli Bernhard, Leiter der Bildungskoalition. Bereits heute hätten viele Lehrpersonen und kantonale Lehrpläne Themen der Nachhaltigkeit in den Unterricht integriert.

Neben der Schule nehmen auch AkteurInnen der non-formalen Bildung wichtige Aufgaben wahr bei der Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf künftige Herausforderungen. „Gerade im ausserschulischen Bereich werden wichtige Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit vermittelt, beispielsweise in Jugendorganisationen", sagt Petra Baumberger, die Co-Geschäftsleiterin der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Der Lehrplan 21 biete die Chance, diesem Umstand endlich Rechnung zu tragen und "die AkteurInnen der ausserschulischen Jugendarbeit als BildungspartnerInnen zu anzuerkennen“.

Studie und weitere Informationen:
Website Bildungskoalition
Kontakt: Ueli Bernhard, Tel. 079 947 88 64

In der Bildungskoalition sind folgende Organisationen vertreten:

Alliance Sud . Arbeitskreis Tourismus und Entwicklung akte, Greenpeace, Pro Natura, Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV, Verband der Schweizer Studierendenschaften VSS, WWF Schweiz.

Klassifizierung: Gesellschaft , Kultur
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