Politik

Agenda 2030

Alliance Sud setzt sich für eine über alle Themenfelder kohärente Schweizer Politik ein, die sich konsequent an der Uno-Agenda 2030 ausrichtet. Dieser im Herbst 2015 von 193 Staatschefs verabschiedete Rahmen einer neuen «Weltinnenpolitik» formuliert 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals). Sie stehen für einen dauerhaften und gerechten Ausgleich zwischen Sozialem, der Umwelt und der Wirtschaft – und zwar heute und für zukünftige Generationen. Norden und Süden stehen dabei gleichermassen in der Pflicht; globale und nationale Interessen sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Im Verbund mit Schweizer Nichtregierungsorganisationen überprüft Alliance Sud, inwiefern die Schweiz den SDG gerecht wird.

Politischer Artikel
4.4.2018

Die Zukunft des Weltsozialforums offener denn je

Das Weltsozialforum ist 2018 nach Brasilien zurückgekehrt. Das Treffen hat an Sichtbarkeit verloren, bleibt aber wichtig für den Austausch über Alternativen für eine «andere Welt».
Artikel GLOBAL+
26.3.2018

«Gutschweizerischer Kompromiss» wäre fatal

Die Schweizer Bundesverwaltung ist sich uneins, wer die Federführung für die Umsetzung der Agenda 2030 in und durch die Schweiz übernehmen soll. Es braucht dringend eine hochrangige, direkt dem Bundesrat unterstellte Person.
Medienmitteilung
14.3.2018

Sich jetzt beim Medienfonds bewerben!

real21 - der vom MAZ, der Schweizer Journalistenschule, und Alliance Sud getragene Verein unterstützt Medienschaffende, die sich vor Ort über die Welt hinter den Schlagzeilen informieren wollen. Die Frist zur Einreichung neuer Projektgesuche läuft.

Entwicklungspolitik

Alliance Sud verfolgt und analysiert die von den Industrieländern dominierte Politik der Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt das Interesse der Entwicklungsländer und ihrer Bevölkerungen, im Rahmen der Uno gleichberechtigt auf die Ausgestaltung dieser Politik einzuwirken. In der Schweiz setzt sich Alliance Sud für eine sinnvolle Entwicklungszusammenarbeit ein, die nicht für aussenwirtschaftliche, diplomatische oder innenpolitische Zwecke missbraucht wird. Ziel von Alliance Sud ist ausserdem, dass die Schweiz wie international vereinbart 0.7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit verwendet.

Medienmitteilung
10.4.2018

Massiver Einbruch bei der Entwicklungsfinanzierung

Die Schweiz verpasst das selbst gesetzte Ziel bei der Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit klar. Wäh­rend die APD-Quote bei den OECD-Ländern knapp stabil blieb, bricht sie in der Schweiz von 0.53% auf 0.46% ein. Ein Rückgang um happige 14%.
Artikel GLOBAL+
26.3.2018

Sparen für die Daheimgebliebenen

2014 erreichten die Rücküberweisungen von Migrantinnen einen neuen Rekord. Weltweit wurden knapp 600 Milliarden US-Dollar in Heimatländer überwiesen. Doch die Datenlage ist unübersichtlich und die Diskussion über den Entwicklungsnutzen komplex.
Politischer Artikel
8.2.2018

Von Reset-Knöpfen

100 Tage ist Bundesrat Ignazio Cassis im Amt. Kohärentes zu seiner Arbeit als Entwicklungsminister war bis jetzt nicht zu erfahren.

Klima und Umwelt

Alliance Sud engagiert sich für eine Schweizer Umwelt- und Klimapolitik, welche die planetaren und atmosphärischen Grenzen respektiert. Basis dafür sind die Ziele für nachhaltige Entwicklung sowie das Klimaabkommen von Paris, das die globale Erwärmung auf 1.5 bis 2.0°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau beschränken will. Die Schweiz muss nicht nur ihre CO₂-Emissionen bis 2040 auf null reduzieren, sondern auch ihre Mitverantwortung für die Ursachen und Auswirkungen des globalen Klimawandels anerkennen. Um dessen Folgen zu bewältigen, braucht der globale Süden Unterstützung. Alliance Sud verlangt von der Schweiz ein verstärktes finanzielles Engagement über die herkömmliche Entwicklungszusammenarbeit hinaus; die Klimafinanzierung darf nicht auf Kosten von Armutsreduktion, Bildung und Gesundheit gehen.

Medienmitteilung
23.4.2018

Nationalbank: Klima-Stresstest für Finanzplatz

Die Schweizerische Nationalbank befördert eine katastrophale Temperaturerwärmung von 4-6 Grad. Anlässlich ihrer GV fordert die Klima-Allianz einen Klima-Stresstest um die Stabilität des Finanzsystems und das Klima besser zu schützen.
Medienmitteilung
10.4.2018

107‘765 fordern eine gerechte Klimapolitik

Fast drei Jahre hat sich die Bundespolitik Zeit gelassen, um die im Mai 2015 eingereichte «Petition für eine gerechte Klimapolitik» zu behandeln. Obwohl sie nichts anderes bestätigt als die Anforderungen des Pariser Klimaübereinkommens.
Artikel GLOBAL+
26.3.2018

Jetzt amtlich bestätigt: So trickst die Schweiz

«Mehr als 60% des Treibhausgas-Fussabdrucks entstehen im Ausland.» So schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS) im Titel seiner Publikation im Februar 2018. Damit anerkennt die offizielle Schweiz endlich ihre Klimaverantwortung in der Welt.

Steuer- und Finanzpolitik

Alliance Sud setzt sich für eine Schweizer Steuer- und Finanzpolitik ein, die im Einklang steht mit einer nachhaltigen Entwicklung der Welt. Als Mitglied der Global Alliance for Tax Justice bekämpft sie die weltweite Steuervermeidung vermögender Privatpersonen und multinationaler Unternehmen, denn Steuerflucht untergräbt Demokratie und Wohlfahrt weltweit. Der Schweiz kommt hier als nach wie vor grösster Offshore-Finanzplatz der Welt und als prominente Steueroase eine ganz spezielle Verantwortung zu. Alliance Sud setzt sich in der Schweiz zudem für griffige Regulierungen auf den Finanzmärkten ein, die eine weltweit gerechte Verteilung von Ressourcen fördert und einen wesentlichen Beitrag zur Unterbindung der wirtschaftlichen Ausbeutung der Länder des Südens leistet.

 

Medienmitteilung
21.3.2018

Steuervorlage 17: Paradigmenwechsel jetzt!

Der Bundesrat begibt sich mit der heute publizierten Vorlage zur Unternehmenssteuerre­form entwicklungspolitisch vom Regen in die Traufe und bestätigt das parasitäre Geschäfts­modell des Schweizer Konzernstandortes.
Artikel GLOBAL+
21.3.2018

Standortnationalismus oder globale Solidarität?

Im April kommt die Neuauflage der Unternehmenssteuerreform III in die erstberatende Parlamentskommission. In der bevorstehenden Debatte steht das globale Gewissen von SP, Grünen und den Mitteparteien auf dem Prüfstand.
Medienmitteilung
28.2.2018

UN-Bericht kritisiert Schweizer Steuerpolitik

Der UNO-Menschenrechtsexperte Juan Pablo Bohoslavsky kritisiert in einem Bericht die Schweizer Steuerpolitik gegenüber multinationalen Konzernen. In der vom Bundesrat vorgeschlagenen Form könne die Steuervorlage 17 den Menschenrechten schaden.

Handel und Investitionen

Alliance Sud analysiert die internationalen Handelsregeln und setzt sich dafür ein, dass diese gerechter ausgestaltet werden. Anstelle von Verhandlungen im multilateralen Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) treten zunehmend bilaterale Freihandelsabkommen oder Partnerschaftsverträge wie die transatlantische Handelspartnerschaft (TTIP) oder das Dienstleistungsabkommen TISA. Beides sind von Industriestaaten initiierte Versuche, die De-Regulierung der Märkte voranzubringen und die Möglichkeiten der Staaten einzuschränken, ihre eigenen Interessen zu schützen. Auch bei Investitionsabkommen setzt sich Alliance Sud dafür ein, dass der Schutz der Menschenrechte, Umweltstandards und nachhaltige Entwicklungsziele nicht nur Eingang finden, sondern auch eingehalten und überwacht werden.

Artikel GLOBAL+
26.3.2018

Wer soll bezahlen: die Alten oder die Investoren?

Mit der im Dezember 2017 verabschiedeten Rentenreform will Argentinien 6 Milliarden US-Dollar einsparen. Seine Schulden bei ausländischen Investoren belaufen sich auf 8,65 Milliarden. Weitere 11 Milliarden müssen an Geierfonds bezahlt werden.
Politischer Artikel
15.3.2018

Kampf gegen Palmöl feiert Erfolge

Eine grosse Mehrheit des Nationalrats hat einer Motion zugestimmt, die einen Ausschluss von Palmöl aus den Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen mit Malaysia fordert. Aber auch international steigt der Druck auf den schädlichen Rohstoff Palmöl.
Medienmitteilung
2.2.2018

Palmöl: Offener Brief an den Bundesrat

Palmöl muss aus dem Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Indonesien ausgeschlossen werden. Dies fordern Schweizer Umwelt-, Menschenrechts-, Konsumenten- und Bauernorganisationen in einem offenen Brief an Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

Unternehmen und Menschenrechte

Alliance Sud engagiert sich in der breiten Koalition von Schweizer Nichtregierungsorganisationen, die im Frühjahr 2015 gemeinsam die Konzernverantwortungsinitiative lanciert haben. In den Jahren davor hatten sich Regierung und Parlament geweigert, gesetzliche Massnahmen zu ergreifen, um die seit 2011 gültigen Uno-Leitprinzipien für Unternehmen und Menschenrechte umzusetzen. Diese verlangen, dass ein geeigneter smart mix aus freiwilligen Massnahmen und gesetzlichen Regulierungen die Beachtung der Menschenrechte in Unternehmen nachhaltig verbessern soll.

Medienmitteilung
20.4.2018

Kommission will indirekten Gegenvorschlag

Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrats schlägt im Rahmen der Aktienrechtsrevision gesetzliche Massnahmen gegen Menschenrechtsverletzungen und die Missachtung von internationalen Umweltstandards durch Konzerne mit Sitz in der Schweiz vor.
Artikel GLOBAL+
26.3.2018

Wenn niederländische Niederlassungen vorangehen

Economiesuisse setzt in Sachen Menschenrechte auf Konfrontation, im Ausland zeigen sich Schweizer Konzerne ihrer Verantwortung durchaus bewusst.
Medienmitteilung
11.12.2017

Economiesuisse torpediert konstruktiven Dialog

Die Rechtskommission des Nationalrats lehnt einen Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative ab. Im Hingergrund gewirkt hat Economiesuisse. Sie torpediert damit einen konstruktiven Dialog zwischen Konzernen und NGOs.

Politik

Politik für eine gerechte Welt. Wir setzen uns für gerechte Beziehungen zwischen Norden und Süden ein.

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