Politik

Agenda 2030

Alliance Sud setzt sich für eine über alle Themenfelder kohärente Schweizer Politik ein, die sich konsequent an der Uno-Agenda 2030 ausrichtet. Dieser im Herbst 2015 von 193 Staatschefs verabschiedete Rahmen einer neuen «Weltinnenpolitik» formuliert 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals). Sie stehen für einen dauerhaften und gerechten Ausgleich zwischen Sozialem, der Umwelt und der Wirtschaft – und zwar heute und für zukünftige Generationen. Norden und Süden stehen dabei gleichermassen in der Pflicht; globale und nationale Interessen sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Im Verbund mit Schweizer Nichtregierungsorganisationen überprüft Alliance Sud, inwiefern die Schweiz den SDG gerecht wird.

Politischer Artikel
4.4.2017

Referenzrahmen für nachhaltige Entwicklung

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat das Potential, eine aus den Fugen geratene Welt wieder auf Kurs zu bringen. Doch dafür braucht es konstanten Druck aus der Zivilgesellschaft.
Artikel GLOBAL+
28.3.2017

Dem Papiertiger Krallen geben

Alliance Sud engagiert sich für die Umsetzung des ambitionierten globalen Referenzrahmens der Agenda 2030. Das sind die Knackpunkte aus entwicklungspolitischer Perspektive.
Medienmitteilung
15.3.2017

Neue Förderbeiträge für Auslandberichterstattung

real21 - der vom MAZ, der Schweizer Medienschule, und Alliance Sud getragene Verein unterstützt Medeinschaffende, die sich vor Ort über die Welt hinter den Schlagzeilen informieren wollen. Ab sofort können wieder Projektgesuche eingereicht werden.

Entwicklungspolitik

Alliance Sud verfolgt und analysiert die von den Industrieländern dominierte Politik der Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt das Interesse der Entwicklungsländer und ihrer Bevölkerungen, im Rahmen der Uno gleichberechtigt auf die Ausgestaltung dieser Politik einzuwirken. In der Schweiz setzt sich Alliance Sud für eine sinnvolle Entwicklungszusammenarbeit ein, die nicht für aussenwirtschaftliche, diplomatische oder innenpolitische Zwecke missbraucht wird. Ziel von Alliance Sud ist ausserdem, dass die Schweiz wie international vereinbart 0.7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit verwendet.

Medienmitteilung
12.4.2017

Entwicklungsgeld: 20% davon gehen ins Asylwesen

Die heute veröffentlichten OECD-Zahlen zeigen: Die Schweiz gehört zu jenen Ländern, die sich am meisten Asylkosten als Entwicklungsausgaben anrechnen lassen. Das führt zum geschönten Eindruck eines erhöhten internationalen Engagements.
Politischer Artikel
16.3.2017

Mikrokredite: Das Banking mit den Armen

Mikrokredite und ihre Institutionen stehen im Ruf eine Erfolgsgeschichte der Entwicklungszusammenarbeit zu sein. Doch es gibt zahlreiche Schattenseiten.
Medienmitteilung
8.3.2017

Palmölplantagen und die Schweizer Banken

«Land soll dem Leben dienen, nicht dem Profit» - unter diesem Motto steht die diesjährige Fastenkampagne zum Thema Landraub (Land grabbing). Am heiklen Palmölgeschäft verdienen auch Schweizer Banken kräftig mit.

Klima und Umwelt

Alliance Sud engagiert sich für eine Schweizer Umwelt- und Klimapolitik, welche die planetaren und atmosphärischen Grenzen respektiert. Basis dafür sind die Ziele für nachhaltige Entwicklung sowie das Klimaabkommen von Paris, das die globale Erwärmung auf 1.5 bis 2.0°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau beschränken will. Die Schweiz muss nicht nur ihre CO₂-Emissionen bis 2040 auf null reduzieren, sondern auch ihre Mitverantwortung für die Ursachen und Auswirkungen des globalen Klimawandels anerkennen. Um dessen Folgen zu bewältigen, braucht der globale Süden Unterstützung. Alliance Sud verlangt von der Schweiz ein verstärktes finanzielles Engagement über die herkömmliche Entwicklungszusammenarbeit hinaus; die Klimafinanzierung darf nicht auf Kosten von Armutsreduktion, Bildung und Gesundheit gehen.

Medienmitteilung
19.4.2017

Nationalbank soll aus fossilen Energie aussteigen

In einem «Klimaschutz-Memento» fordern über 130 Persönlichkeiten die Schweizer Nationalbank auf, aus Investitionen in fossile Energien auszusteigen.
Politischer Artikel
26.3.2017

Energiestrategie 2050 und globale Verantwortung

Am 21. Mai 2017 wird die Schweiz in einem Referendum über ihre zukünftige Energiestrategie abstimmen. Für Alliance Sud ist klar, es geht dabei auch um die Rolle der Schweiz in der Welt.
Politischer Artikel
2.2.2017

Das Aus für das KELS ist kein Verlust

Aus Alliance Sud-Sicht ist das Nichteintreten der Nationalratskommission auf das geplante Klima- und Energielenkungssystem (KELS) zu begrüssen. Es macht den Weg frei für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens auf Basis des Verursacherprinzips.

Steuer- und Finanzpolitik

Alliance Sud setzt sich für eine Schweizer Steuer- und Finanzpolitik ein, die im Einklang steht mit einer nachhaltigen Entwicklung der Welt. Als Mitglied der Global Alliance for Tax Justice bekämpft sie die weltweite Steuervermeidung vermögender Privatpersonen und multinationaler Unternehmen, denn Steuerflucht untergräbt Demokratie und Wohlfahrt weltweit. Der Schweiz kommt hier als nach wie vor grösster Offshore-Finanzplatz der Welt und als prominente Steueroase eine ganz spezielle Verantwortung zu. Alliance Sud setzt sich in der Schweiz zudem für griffige Regulierungen auf den Finanzmärkten ein, die eine weltweit gerechte Verteilung von Ressourcen fördert und einen wesentlichen Beitrag zur Unterbindung der wirtschaftlichen Ausbeutung der Länder des Südens leistet.

 

Vernehmlassung
13.4.2017

Ja zur Ausweitung des Informationsaustauschs

Alliance Sud begrüsst die Einführung des automatischen Informationsaustauschs (AIA) über Finanzkonten mit zusätzlichen Staaten und Territorien. Vernehmlassung.
Artikel GLOBAL+
28.3.2017

Informationsaustausch: Automatisch selektiv

Der Bundesrat will den automatischen Austausch der Bankdaten möglicher Steuerhinterzieher auf wenige Entwicklungsländer ausweiten. Aber auch auf die G20-Mitglieder China und Russland. Dem Parlament stehen heftige Debatten bevor.
Vernehmlassung
14.3.2017

Ausweitung automatischer Informationsaustausch

Alliance Sud begrüsst die geplante Einführung des automatischen Informationsaustausch (AIA) der Bankdaten möglicher Steuerhinterzieher mit weiteren Partnerländern.

Handel und Investitionen

Alliance Sud analysiert die internationalen Handelsregeln und setzt sich dafür ein, dass diese gerechter ausgestaltet werden. Anstelle von Verhandlungen im multilateralen Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) treten zunehmend bilaterale Freihandelsabkommen oder Partnerschaftsverträge wie die transatlantische Handelspartnerschaft (TTIP) oder das Dienstleistungsabkommen TISA. Beides sind von Industriestaaten initiierte Versuche, die De-Regulierung der Märkte voranzubringen und die Möglichkeiten der Staaten einzuschränken, ihre eigenen Interessen zu schützen. Auch bei Investitionsabkommen setzt sich Alliance Sud dafür ein, dass der Schutz der Menschenrechte, Umweltstandards und nachhaltige Entwicklungsziele nicht nur Eingang finden, sondern auch eingehalten und überwacht werden.

Artikel GLOBAL+
24.3.2017

Ja zur Globalisierung, aber einer gerechten!

Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten setzt einer Entwicklung die Krone auf: Immer mehr Menschen in den Industrieländern halten die Globalisierung für verfehlt. Hat damit die progressive «Globalisierungskritik» gewonnen? Eine Analyse.
Vernehmlassung
18.1.2017

Untauglicher Ersatz für das Schoggigesetz

Exportsubventionen der Schweizer Landwirtschaft sind nicht mehr WTO-konform. Die Schweiz muss das sogenannte Schoggigesetz streichen. Der bundesrätliche Vorschlag dazu ist aus entwicklungspolitischer Sicht allerdings unbrauchbar.
Politischer Artikel
19.12.2016

Die Schweiz und TISA: So sieht es das Seco.

Das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) hat in Le Temps eine Replik auf den in GLOBAL+ (Nr 64 - Winter 2016) erschienenen Artikel verfasst. Wir dokumentieren sie hier. Und was die Alliance Sud-Autorin Isolda Agazzi dazu meint.

Unternehmen und Menschenrechte

Alliance Sud engagiert sich in der breiten Koalition von Schweizer Nichtregierungsorganisationen, die im Frühjahr 2015 gemeinsam die Konzernverantwortungsinitiative lanciert haben. In den Jahren davor hatten sich Regierung und Parlament geweigert, gesetzliche Massnahmen zu ergreifen, um die seit 2011 gültigen Uno-Leitprinzipien für Unternehmen und Menschenrechte umzusetzen. Diese verlangen, dass ein geeigneter smart mix aus freiwilligen Massnahmen und gesetzlichen Regulierungen die Beachtung der Menschenrechte in Unternehmen nachhaltig verbessern soll.

Artikel GLOBAL+
28.3.2017

NAP: Ein langer steiniger Weg zeichnet sich ab

Vier Jahre brauchte der Bundesrat um auf Feld eins stehen zu bleiben: Firmen sollen nicht zu einer Sorgfaltsprüfung verpflichtet werden, um Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen. Stattdessen bleibt Freiwilligkeit Trumpf.
Artikel GLOBAL+
24.3.2017

Die Globalisierung der Verantwortung

Die Welt ist aus den Fugen, noch mehr als auch schon. Was das Nein zur USR III, die herrschende neoliberale Globaliserung und die Agenda 2030 miteinander zu tun haben. Editorial.
Medienmitteilung
22.2.2017

Frankreich führt Sorgfaltsprüfungspflicht ein

Frankreich hat eine Sorgfaltsprüfungspflicht für multinationale Konzerne verabschiedet und setzt damit den Kern der Uno-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte um. Die Verabschiedung dieses «devoir de vigilance» ist vorbildlich.

Politik

Politik für eine gerechte Welt. Wir setzen uns für gerechte Beziehungen zwischen Norden und Süden ein.

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