Politik

Agenda 2030

Alliance Sud setzt sich für eine über alle Themenfelder kohärente Schweizer Politik ein, die sich konsequent an der Uno-Agenda 2030 ausrichtet. Dieser im Herbst 2015 von 193 Staatschefs verabschiedete Rahmen einer neuen «Weltinnenpolitik» formuliert 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals). Sie stehen für einen dauerhaften und gerechten Ausgleich zwischen Sozialem, der Umwelt und der Wirtschaft – und zwar heute und für zukünftige Generationen. Norden und Süden stehen dabei gleichermassen in der Pflicht; globale und nationale Interessen sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Im Verbund mit Schweizer Nichtregierungsorganisationen überprüft Alliance Sud, inwiefern die Schweiz den SDG gerecht wird.

Artikel global
24.6.2018

«Debatte über die Ungleichheit ist hochbrisant»

Die Agenda 2030 denkt die Welt ganzheitlich. Reiche und arme Länder tragen gleichermassen Verantwortung für die Zukunft der Welt und können anstehende Herausforderungen nur gemeinsam meistern. Interview mit CDE-Forscherin Sabin Bieri.
Artikel global
24.6.2018

Grosser Auftritt, kleine Schweiz...

Die Schweiz riskiert mit ihrem Agenda 2030-Länderbericht einen peinlichen Auftritt vor der UNO. Sie dient als schlechtes Beispiel für Staaten, die es mit dem Kampf um die Erfüllung der Ziele für nachhaltige Entwicklung noch weniger ernst nehmen.
Artikel global
24.6.2018

Nachhaltigkeit im Zentrum der Macht?

Die Umsetzung der Agenda 2030 – dieser Verfassung für eine globale Weltinnenpolitik – ist organisatorisch eine Knacknuss. Entsprechend schwer tut sich damit (auch) die Schweiz. Wer soll diese Aufgabe übernehmen? Und wieviel Kompetenzen braucht es?

Entwicklungspolitik

Alliance Sud verfolgt und analysiert die von den Industrieländern dominierte Politik der Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt das Interesse der Entwicklungsländer und ihrer Bevölkerungen, im Rahmen der Uno gleichberechtigt auf die Ausgestaltung dieser Politik einzuwirken. In der Schweiz setzt sich Alliance Sud für eine sinnvolle Entwicklungszusammenarbeit ein, die nicht für aussenwirtschaftliche, diplomatische oder innenpolitische Zwecke missbraucht wird. Ziel von Alliance Sud ist ausserdem, dass die Schweiz wie international vereinbart 0.7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit verwendet.

Medienmitteilung
10.4.2018

Massiver Einbruch bei der Entwicklungsfinanzierung

Die Schweiz verpasst das selbst gesetzte Ziel bei der Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit klar. Wäh­rend die APD-Quote bei den OECD-Ländern knapp stabil blieb, bricht sie in der Schweiz von 0.53% auf 0.46% ein. Ein Rückgang um happige 14%.
Artikel global
26.3.2018

Sparen für die Daheimgebliebenen

2014 erreichten die Rücküberweisungen von Migrantinnen einen neuen Rekord. Weltweit wurden knapp 600 Milliarden US-Dollar in Heimatländer überwiesen. Doch die Datenlage ist unübersichtlich und die Diskussion über den Entwicklungsnutzen komplex.
Politischer Artikel
8.2.2018

Von Reset-Knöpfen

100 Tage ist Bundesrat Ignazio Cassis im Amt. Kohärentes zu seiner Arbeit als Entwicklungsminister war bis jetzt nicht zu erfahren.

Klima und Umwelt

Alliance Sud engagiert sich für eine Schweizer Umwelt- und Klimapolitik, welche die planetaren und atmosphärischen Grenzen respektiert. Basis dafür sind die Ziele für nachhaltige Entwicklung sowie das Klimaabkommen von Paris, das die globale Erwärmung auf 1.5 bis 2.0°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau beschränken will. Die Schweiz muss nicht nur ihre CO₂-Emissionen bis 2040 auf null reduzieren, sondern auch ihre Mitverantwortung für die Ursachen und Auswirkungen des globalen Klimawandels anerkennen. Um dessen Folgen zu bewältigen, braucht der globale Süden Unterstützung. Alliance Sud verlangt von der Schweiz ein verstärktes finanzielles Engagement über die herkömmliche Entwicklungszusammenarbeit hinaus; die Klimafinanzierung darf nicht auf Kosten von Armutsreduktion, Bildung und Gesundheit gehen.

Medienmitteilung
15.5.2018

Auch Umweltkommission ignoriert Pariser Klimaziele

Die Umweltkommission des Nationalrats hat die Ziel- und Zweckartikel des neuen CO2-Gesetzes und in derselben Sitzung die Klimapetition beraten. Sie ignoriert die Forderungen von über 100‘000 Leuten genauso wie die Zielvorgaben des Pariser Abkommens.
Video
25.4.2018

Nationalbank, jetzt desinvestieren!

Stürme, Überschwemmungen, Hungersnöte und als Folge eine Klimamigration unbekannten Ausmasses – das droht durch den rasch fortschreitenden Klimawandel. Das Verbrennen fossiler Energieträger muss aufhören, der Schlüssel liegt bei der Finanzindustrie.
Medienmitteilung
23.4.2018

Nationalbank: Klima-Stresstest für Finanzplatz

Die Schweizerische Nationalbank befördert eine katastrophale Temperaturerwärmung von 4-6 Grad. Anlässlich ihrer GV fordert die Klima-Allianz einen Klima-Stresstest um die Stabilität des Finanzsystems und das Klima besser zu schützen.

Steuer- und Finanzpolitik

Alliance Sud setzt sich für eine Schweizer Steuer- und Finanzpolitik ein, die im Einklang steht mit einer nachhaltigen Entwicklung der Welt. Als Mitglied der Global Alliance for Tax Justice bekämpft sie die weltweite Steuervermeidung vermögender Privatpersonen und multinationaler Unternehmen, denn Steuerflucht untergräbt Demokratie und Wohlfahrt weltweit. Der Schweiz kommt hier als nach wie vor grösster Offshore-Finanzplatz der Welt und als prominente Steueroase eine ganz spezielle Verantwortung zu. Alliance Sud setzt sich in der Schweiz zudem für griffige Regulierungen auf den Finanzmärkten ein, die eine weltweit gerechte Verteilung von Ressourcen fördert und einen wesentlichen Beitrag zur Unterbindung der wirtschaftlichen Ausbeutung der Länder des Südens leistet.

 

Artikel global
24.6.2018

Die Flüsse umleiten

Unlautere Finanzflüsse fördern soziale Ungleichheit und torpedieren nachhaltige Entwicklung. Diese Tatsache hat die bürgerliche Politik in der Schweiz lange ignoriert. Nun zeigen zwei rechtswissenschaftliche Studien umfassenden Handlungsbedarf auf.
Medienmitteilung
25.5.2018

Absage an globale Verantwortung

Alliance Sud kritisiert den Vorschlag der vorberatenden Ständerats­kommission für die Steuervorlage 17 scharf. Mit ihrem Entscheid foutiere sich die Wirtschaftskommission um die globale Verantwortung des Finanz- und Konzernstandortes Schweiz.
Vernehmlassung
26.4.2018

Steuertransparenz: Zögerliche Schweiz

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme begrüssen Alliance Sud und Public Eye, dass der Bundesrat die Empfehlungen des «Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes» in Teilen umsetzen will.

Handel und Investitionen

Alliance Sud analysiert die internationalen Handelsregeln und setzt sich dafür ein, dass diese gerechter ausgestaltet werden. Anstelle von Verhandlungen im multilateralen Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) treten zunehmend bilaterale Freihandelsabkommen oder Partnerschaftsverträge wie die transatlantische Handelspartnerschaft (TTIP) oder das Dienstleistungsabkommen TISA. Beides sind von Industriestaaten initiierte Versuche, die De-Regulierung der Märkte voranzubringen und die Möglichkeiten der Staaten einzuschränken, ihre eigenen Interessen zu schützen. Auch bei Investitionsabkommen setzt sich Alliance Sud dafür ein, dass der Schutz der Menschenrechte, Umweltstandards und nachhaltige Entwicklungsziele nicht nur Eingang finden, sondern auch eingehalten und überwacht werden.

Artikel global
24.6.2018

Geben und Nehmen in Kuba

Hyperglobalisierung, autoritärer Nationalismus und rücksichtslose Interessenpolitik halten die Welt in Atem. Nur Kuba, das einstige Sehnsuchtsland der Linken, scheint still zu stehen. Ein Ende der Mangelwirtschaft ist nicht abzusehen.
Artikel global
26.3.2018

Wer soll bezahlen: die Alten oder die Investoren?

Mit der im Dezember 2017 verabschiedeten Rentenreform will Argentinien 6 Milliarden US-Dollar einsparen. Seine Schulden bei ausländischen Investoren belaufen sich auf 8,65 Milliarden. Weitere 11 Milliarden müssen an Geierfonds bezahlt werden.
Politischer Artikel
15.3.2018

Kampf gegen Palmöl feiert Erfolge

Eine grosse Mehrheit des Nationalrats hat einer Motion zugestimmt, die einen Ausschluss von Palmöl aus den Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen mit Malaysia fordert. Aber auch international steigt der Druck auf den schädlichen Rohstoff Palmöl.

Unternehmen und Menschenrechte

Alliance Sud engagiert sich in der breiten Koalition von Schweizer Nichtregierungsorganisationen, die im Frühjahr 2015 gemeinsam die Konzernverantwortungsinitiative lanciert haben. In den Jahren davor hatten sich Regierung und Parlament geweigert, gesetzliche Massnahmen zu ergreifen, um die seit 2011 gültigen Uno-Leitprinzipien für Unternehmen und Menschenrechte umzusetzen. Diese verlangen, dass ein geeigneter smart mix aus freiwilligen Massnahmen und gesetzlichen Regulierungen die Beachtung der Menschenrechte in Unternehmen nachhaltig verbessern soll.

Artikel global
24.6.2018

Manchmal bewegt sie sich doch, die Schweiz!

Die Diskussion um die Menschenrechts- und Umweltverantwortung von Schweizer Multis ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das Parlament setzt sich ernsthaft mit der Konzernverantwortungsinitiative auseinander.
Politischer Artikel
14.6.2018

Unabhängiger Uno-Experte spricht Klartext zu Kovi

Juan Pablo Bohoslavsky, unabhängiger UNO-Experte für Menschenrechte und Finanzfragen, unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative.
Medienmitteilung
14.6.2018

Breit abgestützter Kompromiss nimmt Hürde

Der Nationalrat hat den Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative angenommen. Dieser stellt einen Kompromiss zwischen den Initiant/innen und Kräften aus dem Parlament und der Wirtschaft dar. Der Gegenvorschlag kommt jetzt in den Ständerat.

Politik

Politik für eine gerechte Welt. Wir setzen uns für gerechte Beziehungen zwischen Norden und Süden ein.

InfoDoc

Recherchieren Sie in entwicklungsrelevante Sachgebiete mit rund 500 Subthemen
Gesellschaft Wirtschaft Politik Entwicklung Kultur Landwirtschaft Umwelt