real21-Medienpreise für zwei freie Journalistinnen

Die Preisträgerinnen Tugba Ayaz (Förderpreis) und Elvira Isenring (Hauptpreis)
Medienmitteilung
Die beiden freien Journalistinnen Elvira Isenring und Tugba Ayaz erhalten den Haupt- und den Förderpreis von real21. Die Preise für hervorragende journalistische Arbeiten zu Themen der globalen Entwicklung wurden zum zweiten Mal vergeben.

Medienmitteilung vom 18. Oktober 2018

Der mit 10‘000 Franken dotierte Hauptpreis geht an Elvira Isenring für ihren im Radio Stadtfilter Winterthur ausgestrahlten Beitrag «The Black Elephant – Kultureller Widerstand im Sudan». Das Feature erzählt vom Treiben der jungen, kreativ engagierten Sudanesen. Elvira Isenring besuchte dafür ein Theater- und ein Filmfestival und hat mit vier Kulturschaffenden gesprochen, die den politischen Widrigkeiten mit Erfindungs- und Einfallsreichtum trotzen. Sie bietet, wie Afrika-Spezialist und Jurymitglied Ruedi Küng in seiner Laudatio ausführte,  einen „äusserst informativen und immer wieder überraschenden Blick“ auf ein Land, das  in den Medien fast ausschliesslich mit Katastrophen, Krieg und islamistischer Diktatur in Verbindung gebracht wird.

Tugba Ayaz wird mit dem Förderpreis (5‘000 Franken) ausgezeichnet. Sie berichtet in Ihrer in der SonntagsZeitung erschienenen Reportage «Gründerzeit hinter der Sperranlage» von der Start-up-Szene in Ramallah. Die einfühlsam porträtierten jungen palästinensischen IT-Unternehmer und -Tüftlerinnen sind für einmal nicht Opfer, vielmehr junge Menschen mit Visionen und wirtschaftlichen Ambitionen trotz realpolitischen Hindernissen, würdigte Jurymitglied Anja Prodöhl von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA die Reportage.

Die Arbeiten der beiden Preisträgerinnen und andere durch den real21-Medienfonds geförderte Arbeiten sind auf www.real21.ch zum Nachhören beziehungsweise -lesen zu finden.

Der Verein «real21 – die Welt verstehen» wurde im Mai 2015 gegründet. Er wird gemeinsam getragen vom MAZ – Die Schweizer Journalistenschule und Alliance Sud, dem Think and Do Tank der Schweizer Entwicklungsorganisationen. Einerseits unterstützt und fördert er mit einem Medienfonds die Berichterstattung in Deutschschweizer Medien über Themen der globalen Entwicklung. Mit einem Haupt- und einem Förderpreis werden andererseits jährlich herausragende journalistische Arbeiten prämiert. Finanziert werden die Medienpreise und der Medienfonds durch Beiträge der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza).                                                                                                       

Weitere Informationen:
Markus Mugglin, Präsident der Jury, Vorstand real21, Tel. +41 79 263 78 71
Daniel Hitzig, Vorstand real21, Tel. +41 79 238 39 31