Formelle und informelle Arbeit / Katja Dombrowski... [et al.]

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In Entwicklungsländern arbeiten Menschen massenhaft im informellen Sektor. Kleine Familienbetriebe – wie Bauernhöfe, Gemüseläden oder Schreinerwerkstätten – zahlen keinen Mindestlohn, begrenzen die Arbeitszeit nicht und bieten keine soziale Sicherung, ob Mitarbeiter nun zur Sippe gehören oder nicht. Die Arbeitsbedingungen sind aber leider in regulären Unternehmen meist ebenfalls hart. Ungelernte Arbeitskräfte haben kaum Verhandlungsmacht. Gewerkschaften sind schwach und würden davon profitieren, wenn es ein stimmiges Arbeitsrecht gäbe und diesem dann auch konsequent Geltung verschafft würde. Gute Arbeit ist eines der Nachhaltigkeits-Entwicklungsziele der UN. Damit dieses erreicht wird, bleibt noch viel zu tun. (Editorial)