Streit um Steuern / Hans Dembowski... [et al.]

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Seit den späten siebziger Jahren hat sich die Vorstellung verbreitet, möglichst niedrige Steuern seien volkswirtschaftlich besonders gut. Tatsächlich braucht die Ökonomie aber einen fähigen Staat, der für öffentliche Güter wie Infrastruktur, Rechtssicherheit oder das Gesundheitswesen sorgt. Ohne ausreichende Finanzierung geht das nicht. Zudem lehrt die Erfahrung, dass Demokratie dort am besten gelingt, wo fast alle Bürger Steuern zahlen und im Gegenzug vom Staat Funktionstüchtigkeit erwarten. Breite Steuerbasis ohne Schlupflöcher kann dann relativ niedrige Steuersätze ermöglichen. [Auszug Editorial]