KiTas : Vorschulerziehung in Lateinamerika / Laura Held ... [et al.]

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Im Frühsommer 2009 erhitzte der Streik der ErzieherInnen in Deutschland die Gemüter von Eltern, PolitikerInnen und Medienleuten. Die Diskussion über die Qualität der frühkindlichen Betreuung und Erziehung beherrschte wochenlang die Gazetten und Magazine. Der erzielte Kompromiss erfüllt zwar längst nicht alle Forderungen des unterbezahlten und chronisch überlasteten Betreuungspersonals, ist jedoch ein erster Schritt in die richtige Richtung. Bei den Debatten gab es oft Verweise auf andere europäische Länder und ihre Betreuungsmodelle. Aber wie sieht es in Lateinamerika aus? Welche Betreuungsarten gibt es, wie organisieren die vielen Alleinerziehenden ihren Alltag mit Kindern? Ist es wirklich so, dass die Großfamilie schon alles richten wird, oder handelt es sich hierbei vielmehr um einen gut gepflegten Mythos? Wie wichtig ist den einzelnen Ländern die Bildung der Allerkleinsten, sprich wie wird die Ausbildung des jeweiligen Betreuungspersonals organisiert? Wie funktionieren in Lateinamerika gesellschaftliche Einschluss- bzw. Ausschlussmechanismen aufgrund der qualitativ unterschiedlichen Betreuungsarten? Welche Besonderheiten in der frühkindlichen Erziehung gibt es auf dem Land, in indigenen oder Afro-Gemeinden?