Peru / Diana Avila Paulette... [et al.]

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Peru gehörte in den letzten Jahren zu den lateinamerikanischen Ländern mit den höchsten wirtschaftlichen Wachstumsraten. Diese wurde vor allem in drei Bereichen erzielt: dem Bergbau, der Exportlandwirtschaft und dem Tourismus. Dabei entfallen die meisten Investitionen auf den Bergbau, dort wird auch die höchste Rendite erzielt. Gleichzeitig ist der Bergbau aber auch der Sektor, in dem und um den es die meisten gesellschaftlichen Konflikte gibt. Der intensive Einsatz von teilweise extrem umweltschädlichen und gesundheitsgefährdenden Stoffen, der hohe Wasserverbrauch und die langfristige Verseuchung von Böden und Gewässern im Umfeld der Bergbaukomplexe treffen fast überall, wo die multinationalen Minenunternehmen entsprechende Förderanlagen betreiben oder planen, auf den Widerstand von AnwohnerInnen ... Viele PeruanerInnen hofften, mit der Wahl des von der Linken unterstützten Ex-Militärs Ollanta Humala zum Präsidenten Perus im vergangenen Jahr würde es mehr soziale Gerechtigkeit und weniger Gewalt geben als unter seinen Vorgängern. Doch schon die Zusammensetzung seines ersten Kabinetts dämpfte allzu optimistische Erwartungen ... [Auszug Editorial]