Vertreibung durch Entwicklungsprojekte / Aram Ziai ... [et al.]

Artikel
Ein wiederkehrendes Motiv in der Zeitschrift PERIPHERIE war von Anbeginn die Kritik an der Vorstellung von einer, zumal linearen, „Entwicklung“. Ungeachtet aller Kritik ruft freilich dieser Terminus in der deutschen Politik und Gesellschaft wie auch weltweit positive Konnotationen auf. PERIPHERIE 154/155 fragt nach der mit infrastukturellen Großprojekten oftmals verbundenen und zumeist unfreiwilligen Umsiedlung oder Vertreibung. Die Ausgabe
zeigt, dass diese Entwicklungspolitik ungeachtet ihrer offiziell gesteckten, hehren Ziele für die unmittelbar Betroffenen häufig mit Entwurzelung und Verelendung einhergeht. Sie untersucht Legitimationstrategien von „Entwicklungs“-Akteur*innen, fragt nach Möglichkeiten und Grenzen für die Betroffenen, sich gegen mächtige Akteur*innen wie z.B. die Weltbank zur Wehr zu setzen und analysiert Beispiele von Wderstand in verschiedenen Regionen des Globalen Südens. [Editorial]