Digitalisierung im globalen Süden

2.10.2018
E-Dossier
Die Digitalisierung bietet Ländern im globalen Süden Chancen auf eine neue Form der Teilhabe. Dieses Dossier beleuchtet die digitale Kluft zwischen Nord und Süd und die Chancen und Risiken der Informationstechnologie.
Video

"Nutzen Sie Soziale Medien, aber lassen Sie sich nicht von ihnen treiben." - Konrad Adenauer Stiftung

Webseiten

Die Digitalisierung beherrscht unseren Alltag, sei dies durch soziale Interaktionen, die Einführung neuer Arbeitsprozesse, das veränderte Einkaufsverhalten oder unseren Zugang zu Information. Das Dossier zur Digitalisierung im globalen Süden widmet nebst den allgemeinen Informationen zur Digitalisierung den Sozialen Medien einen Schwerpunkt.

Die Digitale Transformation, sprich die Digitalisierung, im globalen Süden entwickelt sich weiter, mit dem Ziel, die digitale Kluft zwischen den Industriestaaten und den Ländern des globalen Südens zu schliessen. In der ländlichen Entwicklung, der Demokratisierung und der sozialen Entwicklung, aber auch im Gesundheitswesen und der Erstellung nachhaltiger Infrastruktur spielt der digitale Wandel eine sehr wichtige Rolle. Im mobilen Bankwesen hat sich die Digitalisierung in Afrika beispielsweise bereits weiter fortgesetzt als in den Industrieländern.

Die Zeitschrift «E&Z - Entwicklung und Zusammenarbeit» hat ein Dossier zur Digitalisierung erstellt mit anschaulichen Fallbeispielen sowie Artikeln, die Chancen und Risiken der Digitalisierung beschreiben. Besonders der Artikel zu den «Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Entwicklungspolitik» ist erwähnenswert. In der Ausgabe «Technologie und Arbeit» werden unter anderem Vor- und Nachteile neuer Trends diskutiert.

Das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat ein Toolkit veröffentlicht mit vielen Fallbeispielen und Arbeitshilfen. Hilfreich dazu ist ebenfalls das «Glossar – Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung».

Über die Herausforderungen und die Gefahren der Digitalisierung berichtet das Magazin «Welt-Sichten» in einem umfassenden Artikel. Ausserdem fasst das Magazin in einem weiteren Artikel «Besser leben dank Internet?» den Weltbankbericht «World Development Report 2016: Digital Dividends» zusammen.

Die UNICEF berichtet 2017 in einer Studie über die Situation der Kinder in der digitalen Welt. Hier findet sich eine deutsche Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse.

Die Zeitschrift «Akzente» beschreibt, inwiefern die Digitalisierung ein Motor für die internationale Entwicklungszusammenarbeit sein kann.

Das Magazin der Heinrich-Böll-Stiftung hat 2018 ein Themenheft zur Digitalisierung publiziert. Daraus erwähnenswert ist der Artikel «Afrika in den digitalen Startlöchern».

Die Rosa-Luxemburg Stiftung pflegt ein Dossier mit Hintergrundartikeln zu neuen digitalen Technologien in der Arbeitswelt und zum digitalen Wandel.

 

Rolle der Sozialen Medien

Die Webseite «Social Media for Development» sammelt Artikel, Fallstudien und Hintergrundinformationen zum Einsatz und der Handhabung Sozialer Medien im globalen Süden. Besonders die Bibliografie mit der wissenschaftlichen Literatur zum Thema ist sehr informativ.

Die Weltbank unterhält einen Blog zu den Sozialen Medien in der Entwicklungszusammenarbeit.

Das Forschungsinstitut Portland veröffentlicht alle zwei Jahre eine Studie zu «How Africa Tweets».
Der Einsatz von Twitter in sozialen Protestbewegungen wird ausserdem von der 2017 in Yale erschienen Studie «Twitter and Tear Gas» beleuchtet.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat in der Reihe «Perspectives Africa» 2015 ein Dossier veröffentlicht, welches den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Sozialen Medien als #Game-Changer bezeichnet.

Das Hintergrundpapier «Development Impact of Social Media» hat zum bereits erwähnten World Development Report 2016 die Rolle der Sozialen Medien in der Entwicklungszusammenarbeit untersucht. Der Bericht liefert zudem Infografiken zum Thema.