Textilindustrie

15.6.2020
E-Dossier
Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen sind die grossen Fragezeichen der Textilindustrie. Das e-Dossier geht dem Thema auf den Grund und liefert Informationen und Hintergrundmaterialien.

Die Textilindustrie sorgt immer wieder für negative Schlagzeilen. Durch die Umweltbelastung der Gewässer durch giftige Chemikalien beispielsweise, oder durch den Einsturz des Rana Plaza Gebäudes in Bangladesch im Jahr 2013 mit über 1000 Toten. Nicht erst Fast Fashion - wo der Konsument durch verkürzte Haltbarkeit und rasche Erneuerung des Sortiments schneller wieder in den Verkaufsladen gelockt werden soll - führte die miserablen Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern ein; diese sind schon seit Jahren vorhanden.

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Erklär mir Fast Fashion | Kirsten Brodde von Greenpeace

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Der WWF hat ein Rating der Bekleidungs- und Textilindustrie erstellt, wo er zwölf Textilmarken auf ihr ökologisches Engagement hin analysiert hat. Greenpeace legt in seinem Dossier den Schwerpunkt auf die Chemie in Textilien sowie deren Auswirkungen auf die Umweltverschmutzung. Besonders spannend ist auch die Umfrage aus 2018 zu «Wegwerfware Retouren». Denn kaum jemand weiss, dass ein grosser Teil der Retouren nicht wieder verkauft wird, sondern im Müll landet. Nur Einer von Zehn ist sich dieser Verschwendung bewusst, wie die Studie zeigt. Die Zahlen und Fakten aus dem Dossier von Brot für alle verdeutlichen daher auch eindrücklich: Die Textilbranche ist vom Anbau der Baumwolle bis zur letzten Naht eine unsaubere Industrie.

Dagegen kämpft vor allem die Clean Clothes Campaign. Die «Kampagne für Saubere Kleidung ist ein Netzwerk das sich für die Rechte der Arbeiter*innen in den Lieferketten der internationalen Modeindustrie einsetzt». Deren Ziel ist die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen für die Beschäftigten in der Textil-, Sport-, Schuh- & Lederindustrie. Das globale Netzwerk wurde 1989 in den Niederlanden ins Leben gerufen. In der Schweiz wird CCC vertreten von Fastenopfer, Brot für alle und Public Eye. Public Eye liefert ausserdem ein umfangreiches Dossier zu Mode mit vielen Hintergrundinformationen und Recherchen.

Zwei anschauliche Infografiken zeigen die «Einflüsse der Modeindustrie auf Mensch und Umwelt» und die Zahlen «zu Giftstoffen und Ausbeutung».