Reportagen aus Bangladesch und Südafrika prämiert

Medienmitteilung
Die beiden Journalisten Markus Spörndli und Michael Schilliger sind mit den zwei Medienpreisen von real21 ausgezeichnet worden. Prämiert werden jährlich herausragende herausragende journalistische Arbeiten zu Themen der globalen Entwicklung.

Medienmitteilung von real21 vom 30. Oktober 2019

Die beiden Journalisten Markus Spörndli und Michael Schilliger sind an der vierten Verleihung des real21-Medienpreises mit dem Haupt- und Förderpreis ausgezeichnet worden. Der Medienpreis von real21 prämiert jährlich herausragende journalistische Arbeiten zu Themen der globalen Entwicklung.

Der mit 10‘000 Franken dotierte Hauptpreis geht an Markus Spörndli für seine Reportage «Die Eltern auf dem Bildschirm». Er stellt in seiner Reportage über die Entwicklung in Bangladesch, die in der Wochenzeitung WOZ erschienen ist, eine Familiengeschichte in den Mittelpunkt. Das Land steht für ausgebeutete Fabrikarbeiterinnen und dafür, dass die Hälfte seines Gebiets jährlich einmal überschwemmt wird. Doch die Statistiken vermitteln auch ein hoffnungsvolles Bild eines Landes mit einer Geburtenrate von nur 2.1 pro Frau, einer Lebenserwartung von über 70 Jahren und einer Frauenquote an den Universitäten nahe bei 50 zu 50. Spörndli wirft einen zweiten Blick auf scheinbar Bekanntes und macht verständlich, welch hohen Preis ganze Generationen bezahlt haben und immer noch bezahlen, bis die Statistiken so hoffnungsvoll stimmen konnten, würdigte Jury-Mitglied Hansi Voigt die spannende Reportage.

Michael Schilliger wird mit dem Förderpreis (5‘000 Franken) ausgezeichnet. In seiner Reportage «Wem gehört Südafrika?», die in der Neuen Züricher Zeitung erschienen ist, geht Michael Schilliger 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid der Frage nach: "Wem gehört das Land?" In seiner fundiert recherchierten Reportage zeigt er, weshalb klare Antworten auf die Landfrage schwer zu bekommen sind. Die Stärke seiner Reportage liegt in seinem emphatischen und vorurteilsfreien Blick auf die Menschen, mit denen er diesem vielschichtigen und geschichtsträchtigen Thema nachgeht, würdigte Jury-Mitglied Christina Stucky die Reportage.

Die Arbeiten der beiden Preisträger, aber auch die von allen Nominierten, sind auf der real21-Website zum Nachlesen zu finden.

Der Verein «real21 – die Welt verstehen» wurde im Mai 2015 gegründet. Er wird gemeinsam getragen vom MAZ – Die Schweizer Journalistenschule und Alliance Sud, der Denkfabrik der Schweizer Entwicklungsorganisationen. Einerseits unterstützt und fördert er mit einem Medienfonds die Berichterstattung in Deutschschweizer Medien über Themen der globalen Entwicklung. Mit einem Haupt- und einem Förderpreis werden andererseits jährlich herausragende journalistische Arbeiten prämiert.

Kontakt und weitere Informationen

Markus Mugglin, Präsident der Preisjury, [email protected], 079 263 78 71