Afrika - Asien : Beziehungen auf Gegenseitigkeit? / Rosa Luxemburg Stiftung

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Die Corona-Pandemie trägt dazu bei, die geopolitische Konfliktlage, in deren Zentrum die Konkurrenz zwischen China und den USA steht, zu verschärfen und neu zu konfigurieren. Verbündete sucht China besonders unter Ländern des Globalen Südens. Und es sieht so aus, als ob Peking in Afrika dafür durchaus gute Karten hat, trotz der durchwachsenen Erfahrungen mit seiner bisherigen Rolle. Japan versucht in Afrika, seinem grossen Rivalen China auf den Fersen zu bleiben. Dabei knüpft Tokio an alte Konzepte aus dem Kaiserreich an. Dies lässt sich besonders eindrücklich am Beispiel des ProSavana-Projekts und dem Nacala-Korridor in Mosambik festmachen.Die Afrikapolitik Südkoreas. Die südkoreanische Afrikapolitik war zunächst durch die komplizierte Beziehung zum nordkoreanischen Nachbarn geprägt. Nach dem Ende des Koreakrieges im Jahr 1953 und der damit vollzogenen Teilung des Landes legte Südkorea den Fokus auf sein Bündnis mit den USA. Ziele waren, die Wirtschaft anzukurbeln und militärische Sicherheit zu erreichen. Es dauerte ein knappes Jahrzehnt, bis Südkorea diplomatische Beziehungen zu afrikanischen Staaten aufnahm. [Hrsg.]