Beyond Aid - Von Wohltätigkeit zu Solidarität

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Dass die Forderung nach «Beyond Aid», die Idee einer internationalen Kooperation jenseits von Hilfe, kein Thema von SpezialistInnen mehr ist, sondern auf ein gewachsenes Bewusstsein und den «Leidensdruck» vieler trifft, die in ihrem beruflichen wie politischen Alltag die strukturellen Ursachen der Hilfsbedürftigkeit herausfordern, belegten die gut 600 TeilnehmerInnen der Konferenz «Beyond Aid», die vom 20.-22. Februar 2014 in Frankfurt/Main zusammen kamen. Die Zweite Frankfurter Hilfe-Konferenz – vorbereitet in enger Kooperation zwischen medico international, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Frankfurter Institut für Sozialforschung - widmete sich der Frage, welche Formen der Solidarität, der Kooperation und der Unterstützung in einer globalisierten Welt nachhaltige Veränderungen bewirken können. Wie lässt sich verhindern, dass die Idee globaler Verantwortung zur Legitimation machtpolitisch motivierter Interventionen verkommt? Was ist erforderlich, um die Universalität der Menschenrechte nicht einfach nur zu konstatieren, sondern für alle zu verwirklichen? Wie müssen die Praxis und die Institutionen der Hilfe verändert werden?