Fair Trade : eine bessere Welt ist käuflich / Maria Tech... [et al.]

Article
Fairer Handel war und ist ein zentrales Anliegen der Eine-Welt-Bewegung. Dahinter steht eine Kritik an den weltweiten Handelsbeziehungen. Diese werden seit Beginn der Dritte-Welt-Bewegung fundamental für ungleichen Tausch, strukturell ungleiche Machtverhältnisse und Ausbeutung kritisiert. Dagegen setzt Fair Trade die Hoffnung auf direkte Beziehungen zwischen Kooperativen im Globalen Süden und im Globalen Norden. Fotos und oft sogar Reisen sollen ein Gefühl der Nähe zwischen Produzentinnen und Produzenten einerseits und Konsumentinnen und Konsumenten andererseits schaffen. Selektiv in der Produktpalette wurden in der Linken immerhin Kaffee und Bananen zum Inbegriff unfair gehandelter Waren, von denen die Bäuerinnen und Bauern im Globalen Süden nur Hungerlöhne erhielten. Dem wird das Angebot von Eine-Welt-Läden und Fair-Trade-Labels gegenübergestellt. Sie versprechen, dass Produzentinnen und Produzenten einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit erhalten, der ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. [Auszug Editorial]