Klima / Irene Knoke ... [et al.]

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Keine Frage, das Klima verändert sich! Betrachten wir aber lange Zeitreihen, so stellen wir fest: Es hat sich immer schon gewandelt. Wo aber liegt dann das Problem? Die Erwärmung der Meere kann z.B. dazu führen, dass sich einige Pflanzen und Organismen besser ausbreiten als andere, Ökosysteme können dadurch verschwinden. Die Ozeane haben im Bezug auf das Klima aber noch eine weitere Funktion: Sie dienen als große Senken für CO2; bei steigenden Wassertemperaturen können sie nicht mehr so viel speichern. Durch diese Rückkopplung verstärkt sich der Wandel. Von diesen verstärkenden Mechanismen gibt es noch einige mehr: die Methangas freisetzenden Permafrostböden oder die bisher Sonnenlicht reflektierenden Eisschichten an den beiden Polen sind da nur die spektakulärsten Beispiele. Das Thema ist also höchst komplex und die sogenannte „Staatengemeinschaft“ ist der letzte Akteur, auf den man sich verlassen könnte. Grund genug für die ila, die Klimaveränderungen und ihre Folgen in Lateinamerika genauer anzuschauen und zu fragen, wer die TrägerInnen des Wandels hin zur Klimagerechtigkeit sein könnten. Die Stimmen aus dem Süden waren in Kopenhagen schon besonders laut.