Linke Baustellen / Raina Zimmering ... [et al.]

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Lateinamerika ist seit der Eroberung durch die Europäer*innen ein Ort von Sehnsüchten. Die einen suchten ihr Eldorado, die anderen einen Siedlungsort, wo sie glaubten, neu anfangen zu können, wieder andere träumten von Abenteuer auf dem vermeintlich „wilden“ Subkontinent. Zu Beginn der siebziger Jahre versprach dann ein Argentinier die Schaffung des „neuen Menschen“, meinte aber damit nur, dass Leute für eine nachholende Entwicklung mehr arbeiten sollten.
Doch der Traum von einer „besseren Welt“ wurde nie aufgegeben. Die Ereignisse in Lateinamerika haben Menschen weltweit immer wieder aufhorchen lassen: Cuba, Chile, Nicaragua, El Salvador, Guatemala, Grenada, Chiapas weckten in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts (utopische) Hoffnungen. [Auszug Editorial]