Tanz / Gert Eisenbürger [et al.]

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Um die reichhaltige Unübersichtlichkeit besser handhaben zu können, strukturierten wir den Untersuchungsgegenstand. Wir wollten drei Sphären möglichst gleichberechtigt abdecken. Zum einen den Tanz der „grossen Bühnen“, Stichwort Tanztheater und Artverwandtes, was einst als europäischer Import in Lateinamerika galt, heute aber eigenständig und gleichberechtigt mithalten kann.
Als zweites wollten wir die traditionellen Tanzkulturen unter die Lupe nehmen, die gemeinhin unter dem Label „Folklore“ firmieren und seit kolonialen Zeiten vor allem bei Feierlichkeiten des Kirchenjahres zelebriert werden, etwa zu Karneval oder zur Huldigung der verschiedensten Erscheinungsformen der Jungfrau oder anderer Heiliger.
Schliesslich wollten wir den eher zeitgenössischen pop- oder subkulturellen Tanzkulturen Raum geben und sind bei Salsa Choque und Perreo in Kolumbien sowie beim Breaking, dem Urban Dance der Hiphop-Szene, in Brasilien fündig geworden. [Editorial]
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