Urbaner Wohnraum / Thuany Rodrigues ... [et al.]

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Wohnen ist leben – das zeigt sich schon daran, dass es dafür in vielen Sprachen ein gemeinsames Wort gibt. Wo und wie jemand wohnt, hat Auswirkungen auf das ganze Leben, von Bildung und Arbeit über Gesundheit bis hin zu sozialer Teilhabe. Vor allem in Städten ist Wohnraum knapp. Das Bevölkerungswachstum und der ungebremste Zuzug in die Metropolen treiben den Bedarf nach oben – damit hält die Stadtentwicklung nicht Schritt. Wer vom Land in die Stadt zieht, wer kein gutes Einkommen hat oder aufgrund von Alter, Krankheit oder Behinderung benachteiligt ist, muss oft mit miserablen Wohnverhältnissen zurechtkommen. In manchen Städten in Entwicklungsländern lebt die Mehrheit der Menschen in Slums. Weltweit sind es Schätzungen zufolge rund eine Milliarde. [Auszug Editorial]