Der Schutz indigener Sprachen im Völkerrecht und in der kolumbianischen Rechtsordnung / Claudia Gafner-Rojas

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Die indigenen Sprachen stellen ca. 70% der Sprachen der Welt dar. Die Mehrheit davon ist vom Aussterben bedroht. Ursachen dafür sind u.a. die Globalisierung, die geringe Anzahl an Mitgliedern der Sprachgemeinschaften, die oft unter schwieri-gen soziopolitischen Bedingungen leben, ihre in der Regel mündliche Tradition sowie die zunehmende Tendenz, die Sprachen nicht an die nächsten Generationen zu überliefern. Die Bedeutung dieser Sprachen fand bis vor kurzem kaum Beachtung, im Gegenteil, häufig waren sie Gegenstand von Geringschätzung und Diskriminierung. Auf rechtlicher Ebene spiegelt sich diese Situation im Fehlen völkerrechtlicher Mechanismen zu ihrem Schutz und ihrer Förderung wider. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, aus einer interdisziplinären Perspektive zur Diskussion über die Notwendigkeit des Schutzes der indigenen Sprachen beizutragen und aufzuzeigen, wie ein rechtlicher Schutz gewährleitet werden könnte. [Auszug Zusammenfassung]