Die Neue Weltölordnung / Felix Christian Matthes ... [et al.]

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Nach dem ersten Ölschock 1973 wurde die Internationale Energieagentur (IEA) als „Konsumentenclub“ der OECD-Länder gegründet, um der neuen Marktmacht der OPEC Paroli zu bieten. In ihrem „World Energy Outlook“ präsentiert sie nun jedes Jahr umfassend die Faktenlage des Weltenergiemarkts: Fördermengen, Investitionen, Preisentwicklungen, Angebot und Nachfrage. Verantwortlich für das Werk ist Fatih Birol, Chefökonom der IEA. Wenn er jetzt – im Interview mit der IP – Alarm schlägt, dann schrillen in der Tat die Sirenen. Und Birols Warnung ist unmissverständlich: Von heute bis 2015 fehlen schon pro Tag 12,5 Millionen Barrel Öl, „rund 15 Prozent des Weltölbedarfs“. Diese Lücke bedeute, „dass wir darauf gefasst sein sollten, in den nächsten Jahren äußerst enge, turbulente und hochpreisige Ölmärkte zu sehen“, sagt Birol. Und er fügt hinzu: „Für die Wirtschaft wird es nicht gut sein.“