Flüchtlinge : Schwerpunkt / Friederike Bauer... [et al.]

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Das jüngste Flüchtlingsdrama spielt sich zurzeit an den Grenzen Syriens ab. Immer mehr Menschen fliehen vor den blutigen Kämpfen zwischen der Regierungsarmee und den Rebellen. Mehr als 100.000 Flüchtlinge sind bisher nach Angaben der Vereinten Nationen in der Türkei, in Jordanien und im Libanon eingetroffen, dort werden sie mit dem Notwendigsten versorgt. Sie teilen das Schicksal von über 40 Millionen Menschen, die auf der Flucht sind – entweder im eigenen Land oder über Grenzen hinweg. Die meisten sind vor kriegerischen Konflikten aus Afghanistan, dem Irak, Somalia und dem Sudan geflohen, und die Mehrheit von ihnen sucht Schutz in den Nachbarländern. Die wenigsten Flüchtlinge begeben sich auf den langen Weg nach Europa, Australien oder in die USA, berichtet Friederike Bauer.

Diejenigen, die schließlich doch die gefährliche Reise nach Europa antreten und dafür einen langen Marsch durch die Wüste oder eine gefährliche Fahrt über das Mittelmeer in Kauf nehmen, sind hier nicht willkommen. Statt menschenwürdiger Aufnahme und fairen Asylverfahren erwarten sie Gefängnis, Elend oder Obdachlosigkeit, schreibt Karl Kopp.

Eine Flucht geht einher mit dem Verlust der Heimat. Wie sehr dies schmerzt, hat die Schriftstellerin Easterine Kire Iralu erfahren müssen, die einer ethnischen Minderheit angehört und 2005 aus Indien ins norwegische Exil gegangen ist. „weltsichten“- Redakteur Tillmann Elliesen hat nachgefragt, was sich hinter „Klimaflüchtlingen“ verbirgt und ob es dem Flüchtlingsschutz dient, die Genfer Flüchtlingskonvention um immer neue Kategorien von Schutzsuchenden zu erweitern. [Auszug Editorial]