Guinea Conakry / Carole Ammann... [et al.]

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Die vorliegende Ausgabe des Afrika-Bulletins befasst sich mit der jüngeren Entwicklung Guineas. Dieses westafrikanische Land stand bis jetzt nie im Fokus des Afrika-Bulletins. Doch die Entwicklung Guineas ist spannend. Als Frankreich 1958 in seinen afrikanischen Kolonien Volksabstimmungen über den künftigen Status durchführte, optierte Guinea als einzige Kolonie für die vollständige Unabhängigkeit. Mit der Ausrufung der Republik am 2. Oktober 1958 kam es zum Bruch mit Frankreich. Unter Sékou Touré verfolgte der junge Staat eine panafrikanische, nationalistische Politik. Zahlreiche Befreiungsbewegungen und Oppositionelle fanden in Guinea eine neue Heimat oder zumindest einen vorübergehenden Aufenthaltsort. Doch wirtschaftlich zeichnete sich trotz reichhaltiger Bauxitvorräte ein Niedergang ab. Das Land wurde auch zunehmend politisch instabil. Beides zeichnete Guinea in den letzten zwei Jahrzehnten. Heute scheint sich eine gewisse Stabilität eingestellt zu haben – nicht zuletzt auch nach (endlich) freien und fairen Wahlen. [Abstract]