Klima und Energie / Michael Spies... [et al.]

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Mit dem Aufkommen der Debatte um nachhaltige Entwicklung wurden auch Klimawandel und Treibhauseffekt zu Gegenständen entwicklungsbezogener Diskussionen und Verhandlungen. Das Kyoto-Protokoll, im Dezember 1997 als Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der in Rio de Janeiro 1992 vereinbarten Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC - UN Framework Convention on Climate Change) beschlossen, regelt Maßnahmen des Klimaschutzes - vor allem eine Reduktion der CO2-Emissionen - bis zum Jahre 2012. Auf der 17th Conference of the Parties (COP) 2011 in Durban wurde beschlossen, das Protokoll bis 2020 zu verlängern und bis 2015 eine Nachfolgeregelung zu erarbeiten. Allerdings werden an dieser zweiten Verpflichtungsperiode (2012-2020) nur Australien, die 27 EU-Länder sowie weitere europäische Staaten teilnehmen, die für ca. 11 bis 13 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind - Russland, Kanada, Japan und Neuseeland erklärten ihren Austritt. Angesichts dieser Situation und zunehmend alarmierender Analysen zur globalen Klimaentwicklung - bspw. im Fünften Sachstandsbericht des Internationalen Klimarates (IPCC - Intergovernmental Panel on Climate Change) aus dem Jahr 2013 sind die Verhandlungen über die Nachfolgeregelung von fundamentaler Bedeutung. Deshalb hatte auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zu einem Sondergipfel zum Klimawandel am 23. September 2014 in New York City eingeladen.
Die Klimarahmenkonvention beruht auf einem breiten Konsens über eine gemeinsame, aber unterschiedliche Verantwortung für den Schutz des Klimasystems. [Auszug "Zu diesem Heft"]