Konfliktfeld Stadt / Erhard Berner... [et al.]

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Städte sind weltweit umkämpft. Konflikte um Wohnraum, Infrastruktur, Überwachung, Stadtteilaufwertung, um ethnische Diversität, Zugang zu öffentlichen Gütern: Forderungen nach dem "Recht auf Stadt" sind im Globalen Norden und Süden allgegenwärtig. "Stadt" ist in diesen Konflikten nicht nur Gegenstand, sondern auch eine materielle und symbolische Bühne.
Städte werden zunehmend zu Kristallisationspunkten sozialen Wandels und zum Experimentierfeld innovativer politischer, sozialer, ökologischer und kultureller Projekte. Dabei bestehen vielfältige Verflechtungen zwischen den Entwicklungen in städtischen Räumen an unterschiedlichen Orten. Zum Teil sind es dieselben Akteur*innen (etwa Grossinvestor*innen, Immobilienfirmen und Sicherheitsunternehmen), welche die Prozesse städtischer Veränderungen an unterschiedlichen Orten vorantreiben. Lokale Regierungen übernehmen andernorts erprobte Konzepte der Repression, Überwachung und der (De-)Regulierung. Diese Veränderungen des Städtischen rufen vielfältige Widerstände hervor: von alltagspraktischen Ausweichbewegungen, Anpassungen und Regelüberschreitungen über die Selbstorganisation und Selbsthilfe bis zu politischem Protest und Strassenkampf. [
Auszug Editorial]