Unsere Ziele
Die wichtigsten Anliegen von Alliance Sud
Für eine solidarische Schweiz
Von 100 Franken, die in der Schweiz erarbeitet werden, fliessen rund 40 Rappen in die Entwicklungszusammenarbeit mit armen Ländern (2008). Das ist zu wenig: Gemäss Uno-Vorgabe sollte jedes Industrieland mindestens 0,7 Prozent des Bruttoinlandeinkommens (also 70 Rappen von 100 Franken) für die Entwicklungshilfe aufwenden. Alliance Sud fordert die Schweiz auf, ihre Entwicklungshilfe entsprechend zu erhöhen. Sie soll gezielt zur Linderung von Armut und zur Förderung von sozialer Entwicklung eingesetzt und nicht für aussenpolitische Ziele missbraucht werden.
Für faire Handelsbeziehungen
In der Welthandelsorganisation WTO und in bilateralen Handelsabkommen drängen die Industriestaaten die Länder des Südens, ihre Märkte zu öffnen und Handelsliberalisierungen durchzuführen. Das schränkt den wirtschaftspolitischen Spielraum der Entwicklungsländer stark ein. Alliance Sud setzt sich für das Recht dieser Länder ein, im eigenen Interesse ihre ProduzentInnen und jungen Wirtschaftssektoren schützen zu können. Gleichzeitig sollen die Subventionen, mit denen reiche Länder ihre Exporte künstlich verbilligen, abgeschafft werden.
Für Klimagerechtigkeit
Die armen Länder sind nicht für die Klimaerwärmung verantwortlich. Aber sie leiden am Stärksten unter den Folgen. Sie verfügen nicht über genügend Ressourcen, um sich gegen Dürren und Überschwemmungen, gegen Stürme und steigende Meeresspiegel zu schützen. Alliance Sud setzt sich dafür ein, dass die Schweiz als bedeutende CO2-Emittentin in der internationalen Klimapolitik Verantwortung übernimmt. Konkret soll sie ihren CO2-Austoss bis 2020 um mindestens 40 Prozent und bis 2050 um mindestens 90 Prozent senken (gegenüber 1990), und zwar mit Massnahmen mit Inland. Zudem soll die Schweiz ärmere Länder bei der Anpassung an die Folgen der Klimaerwärmung, die sie mitverursacht hat, unterstützen und ihnen einen raschen und kostengünstigen Zugang zu klimafreundlichen Technologien ermöglichen.
Für das Recht auf Wasser für alle
Fast eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,5 Milliarden verfügen über keine sanitären Anlagen. Millionen von Menschen sterben jedes Jahr an Infektionen und anderen vermeidbaren Krankheiten. Alliance Sud setzt sich dafür ein, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser als Menschenrecht anerkannt und garantiert wird. Wasser ist ein öffentlichem Gut und darf nicht zum Spielball von Profitinteressen werden. Alliance Sud lehnt deshalb die Privatisierung der Wasserversorgung ab.
Für weltweite Steuergerechtigkeit
Entwicklungsländer verlieren durch Steuerflucht und unfairen Steuerwettbewerb Milliarden von Dollar an Einnahmen. Die Schweiz begünstigt die Steuerflucht, wenn sie im Interesse des Finanzplatzes nur in Ausnahmefällen Rechtshilfe bei Steuerhinterziehung leisten will. Zudem nutzen Schweizer Multis Steueroasen, um ihre Steuern zu minimieren. Alliance Sud befürwortet einen Informationsaustausch in Steuerfragen. Sie fordert den Bundesrat auf, die Entwicklungsländer aktiv im Kampf gegen Steuerflucht und Steuerhinterziehung zu unterstützen. Bei Steuerabkommen sollen sie gleich behandelt werden wie die OECD-Länder. Um weltweit gegen Steuerflucht und Steuerhinterziehung anzugehen, hat Alliance Sud 2002 das internationale „Netzwerk Steuergerechtigkeit“ mitgegründet.
Siehe auch: Grundlagendokumente von Alliance Sud

