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Unsere Ziele

Veröffentlicht am: 09. 04. 2009

Alliance Sud - Politik für eine gerechte Welt. Wir setzen uns für gerechte Beziehungen zwischen Norden und Süden ein.

Alliance Sud ist der gemeinsame entwicklungspolitische Think-and-Do Tank der sechs Schweizer Entwicklungsorganisationen Swissaid, Fastenopfer, Brot für alle, Caritas, Helvetas und Heks. Sie wird mitunterstützt durch die Partnerorganisationen Solidar Suisse, Terre des hommes Schweiz/Suisse und das Schweizerische Rote Kreuz. Seit 1971 setzt sie sich in der Politik, der Öffentlichkeit und gegenüber Wirtschaftsakteuren für gerechte Nord-Süd-Beziehungen und eine nachhaltige Entwicklung ein. Seit 2005 tut sie dies unter ihrem heutigen Namen. Alliance Sud hat ihren Hauptsitz in Bern und Regionalbüros in Lausanne und Lugano.

Alliance Sud ist parteipolitisch ungebunden und beeinflusst die Politik der Schweiz im Interesse der benachteiligten Menschen in den Ländern des globalen Südens. Sie ist in der vom Bundesrat eingesetzten Beratenden Kommission für die Internationale Zusammenarbeit ebenso vertreten wie in der Kommission für Wirtschaftspolitik. Alliance Sud führt das Sekretariat der überparteilichen parlamentarischen Gruppe Suisse-Solidarité internationale und der NGO-Plattform, die zahlreiche nichtstaatliche Akteure der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit vereint.

Medienschaffenden in allen Schweizer Landesteilen steht sie mit kompetenten Hintergrundinformationen zur Verfügung.

Alliance Sud ist international eng vernetzt mit gleichgesinnten Nichtregierungsorganisationen in Industrie- und Entwicklungsländern. Sie hat unter anderem zur Gründung des internationalen Tax Justice Network beigetragen und beteiligt sich aktiv in der Global Alliance for Tax Justice. Sie ist Mitglied im Climate Action Network und dem European Network on Debt and Development (Eurodad) und pflegt einen regen Austausch mit dessen Partnernetzwerken Latindadd und Afrodad.

Mit Alliance Sud InfoDoc deckt die Organisation die Informationsbedürfnisse der Öffentlichkeit ab, die an globalen Themen und den Ländern des Südens interessiert ist.

Politik – fünf Tätigkeitsfelder
Entwicklungspolitik Alliance Sud verfolgt mit kritischem Blick die von den Industrieländern dominierte internationale Politik der Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt das Interesse der Entwicklungsländer, im Rahmen der Uno gleichberechtigt auf die Ausgestaltung dieser Politik einzuwirken. Besonderes Augenmerk gilt der Umsetzung der 2015 vereinbarten Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) der Uno. In der Schweiz setzt sich Alliance Sud dafür ein, dass die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit über genügend Mittel für die Armutsbekämpfung verfügt, ohne für aussenwirtschaftliche, diplomatische oder innenpolitische Zwecke missbraucht zu werden. Eine von Alliance Sud lancierte Kampagne führte dazu, dass die Schweiz heute rund 0,5 Prozent ihres Nationaleinkommens für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit einsetzt. Ziel von Alliance Sud bleibt, den international vereinbarten Wert von 0,7 Prozent zu erreichen.

Internationale Finanzen und Steuerpolitik
Im Verbund mit dem internationalen Tax Justice Network und der Global Alliance for Tax Justice setzt sich Alliance Sud für griffige Massnahmen gegen die Steuerflucht aus den Entwicklungsländern und die Geldwäscherei ein. Daneben hat sie auch die globale Schuldenkrise im Visier, die sich seit der Finanzkrise von 2008 akzentuiert hat. Neben der Rolle, welche Weltbank und Internationaler Währungsfonds dabei spielen, fokussiert Alliance Sud primär auf die Entwicklung des Finanzplatzes Schweiz hin zu mehr Transparenz, weg vom Hafen für unversteuerte Gelder aus dubiosen Quellen. Bei der Formulierung eines griffigen Potentatengeldergesetzes hat Alliance Sud massgeblich mitgewirkt. Sie fordert die Ausweitung des Automatischen Informationsaustausches (AIA) auf Entwicklungs- und Schwellenländer und eine Unternehmenssteuerreform, die den Steuervermeidungspraktiken multinationaler Konzerne einen Riegel vorschiebt.

Welthandel und Investitionen

Alliance Sud verfolgt den Niedergang der Welthandelsorganisation WTO kritisch. Anstelle von Verhandlungen in diesem multilateralen Rahmen treten zunehmend bilaterale Freihandelsabkommen (wie jenes der Schweiz mit China) oder Partnerschaftsverträge mächtiger, von Industriestaaten initiierter Koalitionen, welche die De-Regulierung der Märkte voranbringen und die Möglichkeiten der Staaten einschränken sollen, ihre eigenen Interessen zu schützen. Alliance Sud setzt sich dafür ein, dass in Handelsverträgen wie dem Dienstleistungsabkommen TISA, aber auch in Investitionsabkommen, der Schutz der Menschenrechte, Umweltstandards und nachhaltige Entwicklungsziele nicht nur Eingang finden, sondern auch eingehalten und überwacht werden.

Klima und Umwelt
Alliance Sud erinnert die hochentwickelte Schweiz an ihre Mitverantwortung für den globalen Klimawandel. Dieser trifft jene Länder am härtesten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Die in der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen festgeschriebene «gemeinsame, aber unterschiedliche Verantwortung», um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen und die Erde vor einer Erwärmung von über 2°C zu schützen, verlangt von der Schweiz ein verstärktes finanzielles Engagement. Alliance Sud setzt sich als Teil der breit abgestützten Klima-Allianz mit 60 Organisationen dafür ein, dass die Schweiz ihre Energieversorgung bis 2050 vollständig auf erneuerbare Quellen umstellt und ihr Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung nicht auf Kosten klassischer Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit, wie Armutsreduktion, Bildung und Gesundheit, geht.

Konzerne und Menschenrechte
Alliance Sud engagiert sich in der breiten Koalition von Schweizer Nichtregierungsorganisationen, die im Frühjahr 2015 gemeinsam die «Konzernverantwortungsinitiative» lanciert haben. Die Forderungen der 2012 eingereichten Petition «Recht ohne Grenzen» wurden zwar als berechtigt anerkannt, letztlich weigerten sich Regierung und Parlament jedoch, geeignete gesetzliche Massnahmen zu ergreifen. Petition und Initiative stützen sich auf die seit 2011 gültigen Uno-Leitprinzipien für Unternehmen und Menschenrechte. Diese verlangen, dass ein geeigneter smart mix aus freiwilligen Massnahmen und gesetzlichen Regulierungen die Beachtung der Menschenrechte in Unternehmen nachhaltig verbessern soll.
 
InfoDoc – recherchiert, dokumentiert, informiert
In Bern und Lausanne führt Alliance Sud öffentlich zugängliche Dokumentationszentren. Wissensdurstige finden Sachbücher, Zeitschriften und Pressedossiers zu allen Nord-Süd-Fragen und zu den Ländern des globalen Südens. Das Team von Alliance Sud InfoDoc berät bei der Informationssuche, bietet Medienbeobachtung an, führt Auftragsrecherchen aus, organisiert Führungen und Schulungen sowie Lesungen und Diskussionen.
Zeit- und ortsunabhängig ist das Online-Angebot von Alliance Sud InfoDoc. Es umfasst E-Dossiers zu ausgewählten Themen, multimediale Webressourcen, die Linksammlung «Globalia» sowie den Bibliothekskatalog.

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